
(ka) Der Verwaltungsrat der Audi BKK hat die Anpassung des Zusatzbeitrages beschlossen. Zum 1. Januar 2026 wird dieser auf 2,6 Prozent steigen. Im November 2025 hatte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) bereits den rechnerisch durchschnittlichen Zusatzbeitrag für alle Krankenkassen um 0,4 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent angehoben. Mit ihrem angepassten Zusatzbeitrag wird die Audi BKK auch im kommenden Jahr wieder unter dem Durchschnitt aller Kassen liegen.
Das BMG erwartet für das kommende Jahr Einnahmen des Gesundheitsfonds in Höhe von 312,3 Mrd. Euro. Dem gegenüber stehen voraussichtliche Ausgaben in Höhe von rund 369,53 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr steigen die Ausgaben mit rund 6,6 Prozent stärker als die Einnahmen (rund 4,4 Prozent). Damit setzt sich die Entwicklung der letzten Jahre fort: Ausgehend von 2019 als Basiswert werden die Ausgaben bis 2026 insgesamt um 49 Prozent steigen, die Einnahmen hingegen um 35 Prozent. Die Finanzierungslücke muss von den Beitragszahlenden durch höhere Zusatzbeiträge geschlossen werden.
Mit 0,2 Prozentpunkten steigt der Zusatzbeitrag der Audi BKK nur halb so stark wie im Durchschnitt aller gesetzlichen Krankenkassen. Die Mitglieder der Audi BKK werden im kommenden Jahr weiterhin von einem Beitragsvorteil profitieren. Entgegen der Festlegung vom BMG liegen die derzeit tatsächlich erhobenen Zusatzbeitragssätze aller Kassen bereits bei durchschnittlich 2,94 Prozent. Zudem müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Rücklagen aufgefüllt werden. Dieser zusätzliche Finanzierungsbedarf wurde bei der Festlegung nicht berücksichtigt, wodurch der echte durchschnittliche Zusatzbeitrag im kommenden Jahr auf über 3 Prozent steigen wird.
Wolfgang Fueter, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Audi BKK und Personalvorstand Volkswagen Nutzfahrzeuge, erklärt: „Die Audi BKK schafft es, durch Effizienz und Wirtschaftlichkeit die Kostensteigerungen für ihre Mitglieder abzufedern. Mit einem Zusatzbeitrag von 2,6 Prozent ist die Audi BKK auch im kommenden Jahr eine der günstigsten Kassen. Die Schere von Einnahmen und Ausgaben ist inzwischen jedoch so groß, dass kein weiterer finanzieller Spielraum bleibt. Dabei stellt die Höhe der Sozialabgaben die Menschen, die Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt vor enorme Herausforderungen.“
„Die Kranken- und Pflegekassen sind finanziell am Limit. Das ist absolut nicht überraschend, sondern die Folge der Kostenentwicklungen und der politisch motivierten Eingriffe in deren Rücklagen“, sagt Jörg Schlagbauer, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzende der AUDI AG und alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Audi BKK. „Ein Erfolg wäre es bereits, die Beitragsentwicklung zu stabilisieren. Hier ist der Bund in der Verantwortung, die Kosten für versicherungsfremde Leistungen vollständig zu übernehmen. Die finanzielle Belastung wird derzeit einfach auf die Beitragszahlenden ausgelagert.“
Der allgemeine Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung liegt derzeit bei 14,6 Prozent. Hinzu kommt der von der Kasse abhängige Zusatzbeitrag, den das BMG für kommendes Jahr mit durchschnittlich 2,9 Prozent angesetzt hat. Finanziert werden die Kassenbeiträge jeweils zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern.
Quelle – BKK AUDI – Pressemitteilung – Philipp Drinkut / Bild von Michael Schwarzenberger auf Pixabay
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