(ka) Magere Wiesen sind im Naturpark Altmühltal ein sehr artenreicher Lebensraum. Viele Pflanzen und Tiere sind an diesen speziellen Standort angepasst und auf ihn angewiesen. Im Gemeindegebiet Wettstetten gibt es mehrere Mager- und Halbtrockenrasen über deren Blütenpracht, wie beispielsweise der Küchenschelle oder blaublühenden Frühlingsenziane, sich viele Wettstettener jedes Frühjahr freuen. Aber das landschaftliche Juwel rund um Wettstetten bietet noch mehr: Wer hat schon einmal einen Warzenbeißer oder ein Beilfleck-Rotwidderchen entdeckt? Diese und viele weitere bedrohte Arten, deren Bestand zurückgeht, werden in der Roten Liste Bayerns als gefährdet eingestuft.

Leider sind diese Flächen in Gefahr, da sie gerne missbräuchlich für Freizeitaktivitäten genutzt werden. Vor allem auf Motocrossfahrer oder Mountainbiker wirken diese zunächst öde erscheinenden Flächen wohl geradezu einladend, um sich auszutoben.

Katja Müller, Naturpark-Rangerin im Naturpark Altmühltal, bittet deshalb stellvertretend für alle Naturliebhaber alle Freizeitnutzer Verantwortung für diese sensiblen Naturbereiche zu übernehmen: „Wir haben viele Freiräume für unsere Hobbys. Diese Arten haben jedoch nur noch sehr wenige geeignete Lebensräume. Helft mit, ihren Bestand zu schützen! Schaut einmal genau hin, was ihr für prächtige Pflanzen und Tiere dort entdecken könnt. Es wäre doch schade, wenn es sie bald nicht mehr gibt.“

In den Hängen des Halbtrockenrasens im „Schindergrund“, in der Nähe der Grüngutdeponie, wurden exemplarisch Motocross-Fahrspuren abgesperrt und Informationstafeln aufgestellt. Die Gemeinde, der Landkreis, der Landesbund für Vogelschutz, der Bund Naturschutz und der Naturpark hoffen auf Verständnis.

Quelle: Lkr. Eichstätt / Pressemitteilung – Manfred Schmidmeier