(ka) Endlich beginnt die Spargelsaison! Doch wie wirken sich diesmal Wind, Wetter und die Inflation auf den Erntezeitpunkt aus? Was du über den Start und das Ende der Spargelzeit wissen solltest – und warum der Johannistag auch Spargelsilvester genannt wird, erfahren sie hier.
Der Erntebeginn hängt stark vom Wetter, der Beschaffenheit des Bodens in der Region und auch von der letzten Saison ab. Weil es Anfang März in ganz Deutschland ungewöhnlich warm war, sieht es für die Spargelzeit 2026 gut aus: Je nach Region dürfte sie Ende März, spätestens Mitte April starten. Für dein Ostermenü in diesem Jahr kannst du also beruhigt auf Spargel setzen. Die Saison endet traditionell am 24. Juni.
Der Spargel, den du ab März im Supermarkt findest, stammt meist von mit Folie abgedeckten Beeten oder geheizten Feldern, oft regional angebaut, kostet dann aber auch mal bis zu 20 Euro pro Kilo. Der ökologische Fußabdruck von Importware oder künstlich beheiztem Spargel ist oft kritisch zu sehen.
Die Preise für den klassischen, weiß-violetten Spargel aus einem der rund 1650 heimischen Anbaubetriebe schwanken während der Saison und variieren je nach Region. Für 2026 solltest du mit etwa 15 bis 20 Euro pro Kilo für Qualität der Güteklasse 1 rechnen. Genau sagen lässt sich das aber erst im Lauf des Jahres. Weil im April viele Spargelliebhaber ungeduldig sind, sind die Preise dann besonders hoch. Bis Mitte Mai fallen sie meist, um dann später wieder leicht zu steigen.
Nach dem 24. Juni 2026 kannst du Spargel etwa noch eine Woche lang frisch kaufen. Die Pandemie hat die Anbaukosten schon deutlich beeinflusst, hinzu kommen nun der Ukraine-Krieg und die gestiegenen Energiekosten, die den Preis für dieses beliebte Gemüse ebenfalls unter Druck setzen. Außerdem wurde der Mindestlohn für Erntehelfer wieder angehoben. Trotzdem dürften die Spargelpreise im Vergleich zum Vorjahr eher stabil bleiben. Wenn du direkt beim Bauern in deiner Nähe einkaufst, unterstützt du nicht nur die lokalen Erzeuger, sondern hast oft auch günstigere Preise, weil Transportkosten entfallen. Im Supermarkt lohnt es sich ebenfalls, auf regionalen Spargel zu achten.
Grüner Spargel schmeckt feiner und ist oft günstiger, da er oberirdisch wächst, nicht von Hand gestochen werden muss und weniger Frostschutz braucht. Deshalb startet die Saison für grünen Spargel häufig etwas früher. Die Hauptzeit fällt aber meist mit der des weißen Spargels zusammen. Für 2026 wird vermutlich öfter grüner Spargel auf dem Teller landen, denn manche Betriebe haben ihre Anbaumethoden verändert, um dem Mangel an Erntehelfern entgegenzuwirken.
Die Spargelsaison 2026 startet offiziell in der Region am 1. April mit dem traditionellen Anstich auf dem Viktualienmarkt. Das Anbaugebiet rund um Schrobenhausen, das zwischen München, Augsburg und Ingolstadt liegt, umfasst etwa 800 Hektar und macht damit mehr als ein Drittel der bayerischen Spargelflächen aus. Rund 300 Betriebe verschiedener Größenordnungen kümmern sich hier um den Anbau – eine Tradition, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Bereits ab 1856 wurden von Schrobenhausen aus die Königlichen Küchen in München beliefert.
Der Boden zwischen Aichach, Schrobenhausen und der Hallertau bietet mit seinem sandigen Charakter ideale Bedingungen für Spargel. Besonders die Flugsandböden, die einen gewissen Anteil von Schluff und Lehm enthalten, geben dem Schrobenhausener Spargel seine charakteristische Würze mit einer dezenten nussigen Note.
Was den Spargel aus Schrobenhausen zusätzlich auszeichnet, sind seine Frische und die durchgängig hohe Qualität. Neben seinem unverwechselbaren Geschmack liefert Spargel außerdem viele Vitamine, Mineralstoffe und ätherische Öle. Damit ist er eine schmackhafte Gelegenheit, neben Genuss auch etwas für die Gesundheit zu tun.
