(ka) Die aktuelle Kirchenstatistik der Deutschen Bischofskonferenz zeigt, dass die Zahl der Katholiken in Deutschland 2025 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als eine halbe Million gesunken ist. Insgesamt leben jetzt rund 19,22 Millionen Katholiken im Land.

Obwohl Katholiken etwa 23 Prozent der Bevölkerung ausmachen, sind es nur knapp 6,8 Prozent von ihnen, die regelmäßig sonntags zur Messe gehen. Das entspricht weniger als zwei Prozent der Gesamtbevölkerung. Interessanterweise ist der prozentuale Anteil der praktizierenden Katholiken leicht von 6,6 auf 6,8 Prozent gestiegen, wobei die absolute Zahl der Gottesdienstbesucher von 1,306 auf 1,304 Millionen leicht zurückging. Dieser scheinbare Zuwachs beruht also hauptsächlich auf dem Rückgang der Gesamtzahl der Katholiken.

Im Bistum Eichstätt bleibt die Zahl der Kirchenaustritte relativ stabil. Für das vergangene Jahr werden etwa 4.280 Austritte verzeichnet, rund 800 weniger als 2024. Auch die Besucherquote bei Gottesdiensten liegt stabil bei etwa 10 Prozent, ebenso bleiben Taufen, Kommunionfeiern, Firmungen und Trauungen weitgehend unverändert.

Im Bistum Augsburg geht die Zahl der Austritte erneut zurück – von 17.711 im Jahr 2024 auf 16.615. In den Jahren davor waren es noch über 20.000 Austritte jährlich. Gleichzeitig traten 433 Personen in die katholische Kirche ein, nach 372 im Vorjahr.

Bischof Dr. Bertram Meier bewertet die sinkenden Austrittszahlen als positives Zeichen. Er freut sich auch über steigende Zahlen bei Erstkommunionen, Firmungen sowie Eintritten und Wiederaufnahmen in die Kirche. Das weist darauf hin, dass die Kirche für junge Menschen nach wie vor eine gewisse Anziehungskraft besitzt. Gleichzeitig betont er, wie wichtig es ist, den christlichen Glauben leidenschaftlich und überzeugend an kommende Generationen weiterzugeben. Dennoch besorgt ihn, dass immer weniger Eltern ihre Kinder taufen lassen und ihre Ehe unter Gottes Segen stellen.

Interessant ist, dass es 2025 sechs Bistümer mit einem zweistelligen Prozentsatz an Messbesuchern gibt: Dresden-Meißen, Eichstätt, Erfurt, Görlitz, Magdeburg und Regensburg. Dabei handelt es sich überwiegend um ostdeutsche Diaspora-Bistümer und zwei bayerische Diözesen.

Während die Zahlen der Firmungen und Erstkommunionen im Vergleich zu 2024 stabil bleiben, gab es bei den Taufen einen Rückgang um mehr als 7000 auf etwa 109.000. Die Zahl der Wiederaufnahmen und Eintritte in die Kirche stieg leicht um weniger als 750 Personen, während die Austritte von mehr als 321.000 auf rund 307.000 zurückgingen – ein Trend, der sich seit einigen Jahren abzeichnet.

Quelle: Pressemitteilung / CNA Deutsch/ Radio IN /