(ka) Bayerns Innen- und Katastrophenschutzminister Joachim Herrmann zieht ein erstes positives Zwischenfazit zum landesweiten Probealarm: Der Überblick zeigt, dass der Probealarm größtenteils reibungslos gelaufen ist. Mit dem Warnmittel-Mix ist die Bevölkerung auf unterschiedlichen Wegen erreicht worden.
Das Bayerische Melde- und Lagezentrum im Innenministerium hat um 11:00 Uhr über das Modulare Warnsystem des Bundes die Warnstufe 2 per Cell Broadcast sowie die Warn-Apps NINA und KATWARN ausgelöst. Je nach Provider kamen die Warnungen teils mit kurzen Verspätungen auf die Handys.
Erstmals wurde beim Probealarm auch die Entwarnung über Cell Broadcast getestet. Sie startet stumm in der niedrigsten Warnstufe 3 und wird je nach Geräteeinstellung möglicherweise nicht auf dem Display angezeigt. Insgesamt hat auch die Entwarnung gut funktioniert.
Die Kreisverwaltungsbehörden konnten ab 11:00 Uhr eigene Warnmittel wie Sirenen, Durchsagen oder Banner an Mitteilungen nutzen, ab 11:30 Uhr gab es Entwarnungen über dieselben Kanäle. Hier gab es nur einige kleinere regionale Verzögerungen.
Herrmann betonte: Mit den vielfältigen Warnmitteln sei man in Krisen gut gewappnet und könne die Bürgerinnen und Bürger schnell sowie zuverlässig warnen.
Der Freistaat Bayern sei insgesamt gut gerüstet und investiere weiter konsequent in den Katastrophenschutz. In den letzten Jahren seien jeweils mehr als 45 Millionen Euro dafür vorgesehen gewesen, und dieses hohe Niveau soll auch im Entwurf des Doppelhaushalts 2026/2027 fortgeführt werden. Außerdem fließen Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes in den Bevölkerungsschutz. Dennoch müsse vor allem das Sirenennetz stärker ausgebaut werden, um die Menschen auch nachts zuverlässig zu erreichen. Allein im Freistaat gibt es mittlerweile mehr als 11.000 Sirenen. Beim weiteren Ausbau seien gemeinsame Anstrengungen von Kommunen, Freistaat und Bund nötig.
Gleichzeitig wies der Minister darauf hin, dass jeder Einzelne sich bestmöglich auf Krisen vorbereiten sollte: Wissen, wie im Notfall gewarnt wird, ist wichtig. Ebenso hilfreich ist, zu wissen, wie man sich bei Bränden, Hochwasser oder Stromausfällen verhält und sich vor Ort über Notfallpläne der Kommune informiert. Eine persönliche Vorsorge – etwa Trink- und Lebensmittelvorräte für sich und seine Angehörigen – macht ebenfalls Sinn.
Quelle: Pressemitteilung / STMI Bayern – Oliver Platzer / Bild von Hans auf Pixabay
