(ka) Am 21. Februar feiert der frühere Caritasdirektor der Diözese Eichstätt, Domkapitular a.D. Johannes Schmidt, seinen 95. Geburtstag. Schmidt war von 1986 bis 2001 Direktor des Diözesan-Caritasverbandes. Nach seinem Ruhestand lebt er seit 2004 im Caritas-Seniorenheim St. Magdalena in Greding, wo er sich bis heute ehrenamtlich engagiert. Von 2004 bis 2014 arbeitete er als priesterlicher Mitarbeiter im Pfarrverband Greding und wohnte bis 2021 in einem Nebengebäude des Heims. Seitdem erhält er in der Einrichtung Unterstützung.

Trotz seines Alters ist sein Temperament unverändert. Bis 2024 war er Hausgeistlicher, danach übergab er das Amt an den emeritierten Domkapitular und ehemaligen Eichstätter Dompfarrer Josef Blomenhofer, der nun in dem Appartement lebt, in dem zuvor Schmidt wohnte. Der fast 95-Jährige konzelebriert weiterhin bei jeder Messe in der Grabkirche des Seniorenheims und zelebriert selbst, wenn sein Nachfolger einmal nicht anwesend ist. Er besucht die Bewohner im Rollstuhl auf ihren Zimmern und spricht mit ihnen über „Gott und die Welt“. Josef Blomenhofer berichtet: „Sein Temperament hat er auch im hohen Alter nicht verloren.“

Johannes Schmidt wurde 1931 in Jahrsdorf bei Hilpoltstein geboren und 1957 in Eichstätt zum Priester geweiht. Zunächst war er Kooperator in Roßtal und Treuchtlingen, dann ab 1960 Präfekt im Canisiuskonvikt in Ingolstadt und ab 1962 Kooperator in Allersberg. 1967 übernahm er die Pfarrei St. Marien in Nürnberg-Katzwang. Bei der Dammbruchkatastrophe 1979 zeigte er sich als „kirchlicher Krisenmanager“ und organisierte Hilfsaktionen für die Betroffenen. Zum 1. Juni 1986 berief ihn der damalige Bischof Dr. Karl Braun zum Caritasdirektor in Eichstätt, und gleichzeitig wählte ihn das Eichstätter Domkapitel zum Domkapitular.

In seiner Funktion als Caritasdirektor engagierte sich Schmidt auf verschiedenen Ebenen, unter anderem im Zentralrat des Deutschen Caritasverbands. Von 1990 bis 1996 war er dort Vorsitzender des Fachausschusses „Caritas-Mitgliedschaft“. Zudem war er Vorstandsmitglied in der katholischen Akademie für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen in Bayern und arbeitete an der Neugestaltung der Förderung für Kindergärten und Horte im Freistaat mit. Er war außerdem aktiv im Malteser Hilfsdienst Eichstätt. Für seine Verdienste erhielt er den „Silbernen Brotteller“, die höchste Auszeichnung des Deutschen Caritasverbandes, und 2007 das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland für seinen unermüdlichen Einsatz für das Gemeinwohl.

Schmidt liegen die seelsorglichen Aktivitäten im Caritas-Seniorenheim nach wie vor am Herzen. Er unterstützt den Hausgeistlichen Josef Blomenhofer und die Seelsorgebeauftragte Carolin Kissling, wo er kann. „Wir haben hier das beste Miteinander“, betont er. Sowohl Schmidt als auch Blomenhofer zeigen sich stolz, in einer Einrichtung der Caritas zu leben, in der Mitarbeitende aus 15 Nationen arbeiten. Blomenhofer ergänzt, dass der Betrieb ohne ausländische Mitarbeiter nicht aufrechterhalten werden könnte. Schmidt schätzt auch die harmonische Zusammenarbeit zwischen katholischen, evangelischen und orthodoxen Christen sowie Hindus und Muslimen.

Gesundheitlich ist Schmidt noch weitgehend fit, obwohl er seit vier Jahren im Rollstuhl sitzt. Er nutzt die Zeit, um neu erschienene christliche Bücher zu lesen. An seinem Geburtstag wird er zusammen mit Josef Blomenhofer und dem Ortspfarrer Richard Herrmann um 9.30 Uhr einen Gottesdienst in der Grabkirche des Seniorenheims feiern und anschließend mit geladenen Gästen feiern. „Hier fühle ich mich sehr gut betreut und gepflegt – wie lange noch, das überlasse ich dem lieben Gott“, sagt Schmidt lächelnd.

*Bildunterschrift: Der frühere Caritasdirektor Johannes Schmidt (rechts) feiert am 21. Februar seinen 95. Geburtstag. Im Caritas-Seniorenheim Greding engagiert er sich nach wie vor an der Seite des Hausgeistlichen Josef Blomenhofer. (Foto: Caritas/Peter Esser)

Quelle: Pressemitteilung –  Caritasverband Eichstätt

 

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