(ka) Die Arbeitsgemeinschaft solidarischer Hochwasserschutz e.V. (ARGE) erhält zunehmend politischen Rückhalt. Auf Initiative des Landtagsabgeordneten Roland Weigert (FREIE WÄHLER) informierten ARGE-Vertreter am Rande einer Sitzung im Maximilianeum die Fraktionsvorsitzenden Klaus Holetschek (CSU) und Florian Streibl (FREIE WÄHLER) über die Ziele und aktuellen Projekte des kommunalen Zusammenschlusses.
Unter den Gesprächsteilnehmern waren neben dem ARGE-Vorsitzenden und Landrat Albert Gürtner auch seine Stellvertreter sowie Bürgermeister Thomas Mack (Weichering), Michael Franken (Reichertshofen) und Andreas Wiesner (Dasing). Zudem nahmen die Landtagsabgeordneten Marina Jakob (FREIE WÄHLER), Peter Tomaschko, Karl Straub, Alex Dorow (alle CSU) und Andreas Birzele (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) teil.
Die Fraktionsvorsitzenden würdigten die ARGE als vorbildliche Initiative für ganz Bayern.
Klaus Holetschek betonte: „Bei Extremwetterereignissen müssen wir gemeinsam präventiv handeln. Unser Ziel ist es, konkrete Lösungen für die Menschen zu schaffen. Die Initiative vereint Innovation, kommunale Verantwortung und vorausschauende Vorsorge – ein richtiger Ansatz für nachhaltigen Hochwasserschutz in Bayern.“
Florian Streibl ergänzte: „Ich unterstütze das Projekt schon länger. Die ARGE zeigt, wie kommunale Zusammenarbeit über Standort- und Parteigrenzen hinweg funktionieren kann. Sie betrachtet das Flusssystem ganzheitlich und folgt dem Prinzip ‚von unten nach oben‘. Solidarischer Hochwasserschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe und verdient Unterstützung.“
Roland Weigert hob die überparteiliche Dimension hervor: „Die breite Unterstützung spiegelt den solidarischen Kern der ARGE wider. Hochwasser und Starkregen machen nicht an Gemeindegrenzen Halt. Daher ist es wichtig, überparteilich und lösungsorientiert gemeinsam anpacken. Die Menschen setzen nach dem Hochwasser 2024 große Hoffnungen in die ARGE – das ist ein klarer Auftrag für alle politischen Ebenen.“
Die ARGE vereint mittlerweile 27 Städte und Gemeinden entlang der Paar in den Landkreisen Pfaffenhofen a.d. Ilm, Neuburg-Schrobenhausen, Aichach-Friedberg und Landsberg am Lech und repräsentiert etwa 220.000 Einwohner auf über 1.000 Quadratkilometern. Sie wurde als Reaktion auf das Extremhochwasser 2024 gegründet, um Hochwasser-, Starkregen- und Trockenheitsrisiken durch interkommunale und solidarische Zusammenarbeit zu mindern. Ein zentrales Element der ARGE-Strategie ist der Aufbau eines KI-gestützten Echtzeit-Frühwarnsystems, sowie der Fokus auf dezentralen Hochwasserschutz und die Entwicklung zu einer Schwammregion. Um diese Ziele zu erreichen, hat die ARGE fünf Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 4,1 Millionen Euro eingereicht und hofft auf Unterstützung von CSU und FREIEN WÄHLERN im Landtag.
Ein weiterer Punkt der Tagesordnung war die konstituierende Sitzung des neu gegründeten Kuratoriums der ARGE. Landrat Albert Gürtner berief die ersten sechs Mitglieder in dieses Unterstützungsgremium und überreichte die Berufungsurkunden an Marina Jakob, Peter Tomaschko, Karl Straub, Alex Dorow und Andreas Birzele. Bundestagsabgeordneter Christian Moser (CSU), der anwesend war, soll bei der nächsten Gelegenheit berufen werden. Das Kuratorium berät den Verein strategisch auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene und arbeitet ehrenamtlich.
Albert Gürtner erklärte: „Um in München, Berlin und Brüssel erfolgreich gehört zu werden, benötigen wir politische Durchschlagskraft. Das Kuratorium ist unser politisches Begleitgremium, das neue Wege im dezentralen Hochwasserschutz und in der Entwicklung eines Reallabors an der Paar beschreiten soll. Je breiter die Unterstützung, desto besser. Ich danke allen Mitgliedern.“
Quelle: Pressemitteilung/Arbeitsgemeinschaft Solidarischer Hochwasserschutz e.V./
