(ka) Betrüger nutzen eine neue Masche, um Kontodaten von Verbrauchern zu stehlen. Dabei geben sie sich als Paketbenachrichtigungskarte aus, ähnlich wie die, die man von DHL oder der Deutschen Post erhält, wenn eine Lieferung nicht zugestellt werden kann. Die Polizei hat bereits Fälle in Rain am Lech (Landkreis Donau-Ries) gemeldet, und auch DHL warnt vor dieser Vorgehensweise.
Bereits seit einiger Zeit kursieren gefälschte E-Mails, die angeblich von DHL oder der Deutschen Post stammen. Diese E-Mails behaupten oft, dass ein Paket nicht zugestellt werden konnte oder eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr zu bezahlen sei. Um dies zu klären, wird dazu aufgefordert, auf einen Link zu klicken. In Wirklichkeit handelt es sich um einen Phishing-Betrug, der darauf abzielt, persönliche Daten wie Kontonummern zu stehlen.
Nun setzen die Betrüger vermehrt auf echte Briefkästen, wie die Polizei in Rain am Lech berichtet. In den letzten Tagen wurden in Mertingen gefälschte Benachrichtigungskarten von DHL in mehrere Briefkästen eingeworfen.
Ein Polizeisprecher erklärte, dass die Karten auf den ersten Blick täuschend echt erscheinen – ähnlich den offiziellen Karten von DHL oder der Deutschen Post. Der entscheidende Unterschied ist jedoch ein QR-Code, der auf der Karte abgedruckt ist.
Es wird dringend abgeraten, diesen QR-Code mit dem Smartphone zu scannen oder Informationen einzugeben. Die Polizei warnt, dass die Betrüger dadurch an persönliche Daten gelangen wollen, ähnlich wie bei einer Betrugsmasche mit gefälschten QR-Codes an Ladestationen für E-Autos, wo Autofahrer ihre Kreditkartendaten eingeben sollten.
Laut der Polizei in Rain am Lech ist bisher kein Schaden in ihrem Zuständigkeitsbereich bekannt geworden, jedoch sind die Karten auch an anderen Orten in Bayern sowie bundesweit, beispielsweise in Nürnberg, Niedersachsen und Brandenburg, aufgetaucht.
Am Donnerstag warnte DHL in einem Beitrag auf seinem offiziellen Facebook-Profil vor der Betrugsmasche, nachdem zahlreiche Kunden darauf hingewiesen hatten. „Wir prüfen den Sachverhalt, haben rechtliche Schritte eingeleitet und stehen im Austausch mit den Behörden. Diese Flyer stammen nicht von Deutsche Post & DHL oder DHL Express“, betont das Unternehmen.
DHL hat zudem folgende Warnhinweise gegeben:
• Persönliche Daten sollten niemals über QR-Codes auf Benachrichtigungskarten eingegeben werden.
• Verifizierungen sollten ausschließlich über die beim Versand hinterlegten Kontaktwege erfolgen.
• QR- oder Barcodes an app-gesteuerten Packstationen kommen nur aus der offiziellen DHL App.
• Die Echtheit einer angeblichen Sendungsnummer sollte immer auf der offiziellen DHL-Website oder in der App überprüft werden.
• Verdächtige Flyer und Benachrichtigungskarten sollten nicht gescannt, sondern an phishing@dhl.com gemeldet werden.
Quelle: Pressemitteilung/ DK/BR/ DHL/ Radio IN/
