
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach fordert eine restriktivere Haltung gegenüber Online-Krankschreibungen. Gerlach betonte am Dienstag in München die Dringlichkeit einer seriösen ärztlichen Diagnose, bevor eine Behandlung eingeleitet wird. Aus diesem Grund ist eine verlässliche Regulierung unerlässlich. Wir sollten die Möglichkeit von reinen Online-Krankschreibungen von Anbietern mit Sitz im Ausland ohne Vertragsärzte überprüfen. Denn das persönliche Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Ärzten ist von entscheidender Bedeutung, um möglichen Missbrauch zu verhindern.“
Die Ministerin wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass von einer möglichen Abschaffung der telefonischen Krankschreibung allein, wie sie derzeit diskutiert wird, keine deutlichen Veränderungen zu erwarten seien. Denn nach Daten des Zentralinstituts der kassenärztlichen Vereinigung (ZI) vom Oktober 2025 macht die telefonische Krankschreibung nur einen sehr geringen Teil von rund einem Prozent der gesamten Krankschreibungen aus.“
Gerlach führte aus: „Unser Ziel ist die Entlastung des Gesundheitssystems und der Bürokratieabbau. Die telefonische Krankschreibung stellt in diesem Zusammenhang einen geeigneten Baustein dar. Unser Ziel ist es, Missbrauch bei der Krankschreibung zu verhindern.“
Die Ministerin betonte zudem: „Personen, die tatsächlich erkrankt sind, sollte es selbstverständlich nicht auferlegt werden, zur Arbeit zu erscheinen. Aus Gründen des Infektionsschutzes ist es ratsam, zu Hause zu bleiben und die Auskurierung abzuwarten. Dies sollte bei der aktuellen Diskussion nicht außer Acht gelassen werden.
Quelle: Pressemitteilung – Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention / Bild von Bruno auf Pixabay
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