
(ka) Bewohnerinnen und Bewohner im Nordosten können zwei Fußgängerunterführungen nutzen, um die viel befahrene Goethestraße sicher zu queren. Eine befindet sich auf Höhe der Goethestraße 96 / 113, eine weitere an der Pestalozzistraße. Die Unterführungen werden von Schülerinnen und Schülern auf ihrem täglichen Schulweg genutzt.
In den vergangenen Monaten wurden die Unterführungen mit neuen Kunstprojekten verschönert und aufgewertet. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Arbeiten fand im Dezember die offizielle Begehung mit den Beteiligten statt. Bei seiner Begrüßung betonte Sozialreferent Isfried Fischer, wie wertvoll diese Zusammenarbeit im Quartier sei. Er bedankte sich bei allen Mitwirkenden und Unterstützenden für die gelungene Aufwertung.
Das Quartiersmanagement des Stadtteiltreffs Konradviertel hat in Kooperation mit den Mittelschulen Lessing und Pestalozzi die Neugestaltung geplant und durchgeführt. Ziel des Projekts war es, die in die Jahre gekommenen, wenig einladenden Unterführungen in farbenfrohe, kreative Räume zu verwandeln, die das Stadtbild bereichern und die Lebenswelt junger Menschen sichtbar machen.
Bei der Begehung erläuterte Katharina Hetzer, Fachoberlehrerin Kunst an der Pestalozzi Mittelschule: „Für die Umsetzung haben wir das Thema ‚Großstadtdschungel‘ gewählt, denn die Stadt ist für Jugendliche oft wie ein wildes Geflecht voller Eindrücke, Herausforderungen und Überraschungen. Man muss seinen Weg finden, Hindernisse überwinden und entdeckt dabei immer wieder Neues über sich und die Welt. Dieses Bild vom Dschungel verbindet die urbanen Erfahrungen junger Menschen mit fantasievollen, naturhaften Elementen und bringt natürlich auch ein bisschen Grün in den sonst tristen Betonlook.“ Schülerinnen und Schüler der 7. bis 9. Jahrgangsstufe der Pestalozzi Mittelschule bemalten unter Anleitung die Wände an den Treppenabgängen. Die Arbeitsgruppe hatte Freude daran, die Umgebung aktiv mitzugestalten und dadurch Verantwortung für den öffentlichen Raum zu übernehmen.
Die Unterführung auf Höhe Goethestraße 96 / 113 wurde von der Lessing Mittelschule neugestaltet. Kilian Ben Höfer, Fachlehrer für Kunst an der Lessing Mittelschule und freier Künstler, verfolgte zusammen mit seiner Projektgruppe das Thema „Perspektiven“. Schülerinnen und Schüler der 5. bis 9. Jahrgangsstufen malten und zeichneten ihre individuellen Eindrücke, die sie auf ihrem täglichen Schulweg wahrgenommen haben. Die Malereien und Zeichnungen wurden zu digitalen Collagen, die auf 30 großformatige Platten gedruckt wurden und das Quartier in neu zusammengesetzten Bildern zeigen. So entstand das stolze Gesamtkunstwerk von Jugendlichen aus dem Viertel für das Viertel, das erst durch den Blick derjenigen, die die Unterführung nutzen, vollständig wird. Das Ergebnis ist eine einzigartige Collage von Einblicken in das Stadtviertel und Lebenswelten, die die Schüler tagtäglich durchqueren.
Die Umsetzung der jeweiligen Projekte konnte nur aufgrund vielfältiger Unterstützung gelingen: Sparkasse Ingolstadt/Eichstätt, Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft und Tengler Werbemanufaktur. Tatkräftig angepackt haben auch das städtische Tiefbauamt und die Ingolstädter Kommunalbetriebe.
*Bildunterschrift: Schülerinnen und Schüler haben Fußgängerunterführungen mit ihrer Kunst optisch aufgewertet. (Foto: Stadt Ingolstadt / Wobker)
Quelle – Pressemitteilung – Stadt Ingolstadt
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