
(ka) Die Einzelhändler in Bayern sind optimistisch und hoffen auf ein stabiles Weihnachtsgeschäft mit Umsätzen, die dem Vorjahresniveau entsprechen. Allerdings bereitet der Branche die anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher Sorgen. Hohe Lebenshaltungskosten, gestiegene Energiekosten und geopolitische Krisen sorgen für anhaltende Unsicherheit bei den Konsumenten. Daher sind die Erwartungen der bayerischen Einzelhändler an das Weihnachtsgeschäft eher verhalten.
Ernst Läuger, Präsident des Handelsverbands Bayern (HBE), glaubt jedoch, dass sich die Stimmung der Verbraucher mit dem bevorstehenden Weihnachtsfest etwas verbessern wird: „Wir hoffen natürlich, dass die Menschen sich zu Weihnachten etwas gönnen und nicht an Geschenken für ihre Liebsten sparen.“
Der HBE schätzt, dass die Umsätze in den beiden Weihnachtsmonaten November und Dezember rund 15,7 Milliarden Euro betragen werden. Dies entspricht einem nominalen Anstieg von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (real: ± 0 Prozent). Nach drei eher schwachen Jahren wird der Online-Handel voraussichtlich wieder zulegen, mit einer nominalen Steigerung von 3,3 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Preisbereinigt bedeutet dies ein Wachstum von 2,3 Prozent.
Für die Händler ist das Weihnachtsgeschäft von großer Bedeutung, da sie in den Monaten November und Dezember durchschnittlich ein Fünftel ihres gesamten Jahresumsatzes erzielen. Läuger weist darauf hin, dass in einigen Branchen wie Spielwaren oder Juweliergeschäft sogar über 30 Prozent des Jahresumsatzes während der Weihnachtszeit erwirtschaftet werden.
Der beliebteste Artikel auf den Einkaufslisten sind erneut Gutscheine. Zudem stehen Bücher, Uhren, Schmuck, Spielwaren, Kosmetik, Sportartikel, Unterhaltungselektronik und Bekleidung hoch im Kurs.
Quelle – Handelsverband Bayern e.V. / Pressemitteilung – Bernd Ohlmann / Foto von freestocks auf Unsplash
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