(ka) Die Polo Motorrad und Sportswear GmbH hat am 18. November 2025 beim Amtsgericht Mönchengladbach ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt. Der Motorradzubehöranbieter sieht sich mit Kaufzurückhaltung und wirtschaftlichem Druck konfrontiert, weshalb der Geschäftsbetrieb dennoch weiterhin läuft und etwa 700 Beschäftigte betroffen sind. Polo betreibt Filialen in Städten wie Regensburg, Ingolstadt, Passau, Augsburg, Nürnberg und Rosenheim.

Bereits im Jahr 2011 war Polo Motorrad insolvent, konnte sich damals jedoch durch Investitionen von Paragon Partners und später Equistone Partners Europe retten.

Das Unternehmen hat angekündigt, das Geschäft unter dem Schutz des Insolvenzrechts geordnet fortzuführen und einen Sanierungsprozess einzuleiten. Der operative Betrieb wird in der vorläufigen Phase am Standort Jüchen sowie in allen Filialen regulär fortgesetzt. Die Löhne und Gehälter der rund 700 Mitarbeiter in Deutschland sind bis einschließlich Januar 2026 durch Insolvenzgeld gesichert.

Ob Polo Motorrad nachhaltig bestehen bleiben kann, hängt davon ab, ob ausreichende finanzielle Mittel und ein überzeugendes Sanierungskonzept im Insolvenzverfahren vorgelegt werden können. Dazu ist es notwendig, Investoren zu gewinnen oder Gläubiger von einem Restrukturierungsplan zu überzeugen. Zudem ist die Stabilität des laufenden Geschäftsbetriebs und das Vertrauen von Kunden, Lieferanten und Vermietern entscheidend.

Die Gründe für die aktuelle Situation nennt Polo die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage. Trotz einer positiven Umsatzentwicklung in diesem Jahr führt die allgemeine Kaufzurückhaltung der Kunden zu einem höheren Druck auf die Liquidität des Unternehmens. Die Standorte und Gesellschaften von Polo in der Schweiz und Österreich sind vorerst nicht von diesem Verfahren betroffen.

Quelle – Pressemitteilung / Bild.de/ DK / Fotosymbol von Gijs Coolen auf Unsplash

 

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