(ka) Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung hat die Stadt Ingolstadt drei weitere Einrichtungen umfassend auf Einsparmöglichkeiten geprüft. Die Ergebnisse für die Stadtbücherei, die Volkshochschule und die Technikerschule wurden dem Stadtrat in seiner Sitzung Ende Oktober vorgestellt und mehrheitlich beschlossen. Grundlage dafür ist der Dachbeschluss zur Haushaltssicherung vom Dezember 2025.

Die Prüfberichte zeigen, dass alle drei Einrichtungen bereits erhebliche Beiträge zur Konsolidierung geleistet haben. Zugleich wurden weitere Möglichkeiten untersucht, die Einnahmen zu steigern und die Ausgaben zu senken.

Bei der Stadtbücherei beläuft sich das Volumen der bereits eingeleiteten und umgesetzten Konsolidierungsmaßnahmen bis Ende 2026 auf mindestens 343.000 Euro. Weitere Potenziale liegen in niedrigeren Reinigungskosten, einer höheren Kostenbeteiligung der vom Bücherbus angefahrenen Umlandgemeinden sowie der Anpassung einzelner Gebühren. Die regulären Ausleihgebühren sollen unverändert bleiben, Kinder- und Jugendmedien weiterhin gebührenfrei sein. Mittelfristig wird außerdem geprüft, den Personaleinsatz im Bücherbus um eine halbe Stelle zu reduzieren.

Die Volkshochschule hat durch Gebührenerhöhungen, eine geringere Zahl an Veranstaltungen sowie Einsparungen bei Sach- und Personalkosten bereits rund 328.000 Euro gegenüber dem Haushalt 2023 eingespart. Der bereinigte Kostendeckungsgrad liegt bei rund 80 Prozent. Weitere Einsparmöglichkeiten sind daher begrenzt. Vorgeschlagen wird, die regelmäßige Anpassung der Honorare freiberuflicher Kursleitungen zunächst für drei Jahre auszusetzen. Das Einsparpotenzial beträgt derzeit rund 20.600 Euro jährlich. Darüber hinaus werden organisatorische und personelle Anpassungen geprüft.

Die Technikerschule konnte ihre Ausgaben gegenüber 2024 bereits um mehr als 500.000 Euro senken. Als weitere Maßnahme wurde untersucht, die Schulgebühren ab dem Schuljahr 2027/2028 von derzeit 2.400 auf 3.600 Euro für die gesamte Weiterbildung anzuheben. Alternativ ist ein Nachlass für Ingolstädter Schülerinnen und Schüler denkbar. Je nach Variante werden für 2029 Mehreinnahmen von rund 94.000 bis 103.000 Euro erwartet. Wird auf die Nachbesetzung einer frei werdenden Lehrerstelle verzichtet, könnten voraussichtlich ab 2029 zusätzlich rund 129.000 Euro jährlich eingespart werden.

Mit seinen Beschlüssen unterstreicht der Stadtrat zugleich die Bedeutung der drei Einrichtungen für die Stadt. Er setzt auf ihre Weiterentwicklung statt auf grundlegende Einschnitte in das Angebot.

*Bildunterschrift:Die Technikerschule ist eine der Einrichtungen, die bereits erhebliche Konsolidierungsbeiträge geleistet haben. (Foto: Ulrich Rössle / Stadt Ingolstadt)

Quelle: Pressemitteilung / Stadt Ingolstadt