
(ka) Wie lassen sich Gefühle und psychische Belastungen ansprechen und bewältigen? Mit dieser Frage beschäftigten sich vier Klassen des Beruflichen Schulzentrums Eichstätt im Rahmen einer Aufführung des Klassenzimmerstücks Mona fühlt’s nicht. Organisiert wurde das Projekt von Simone Adlkofer und Regina Beozzo, Sozialpädagoginnen am Gesundheitsamt Eichstätt, in Zusammenarbeit mit der Inklusionsbeauftragten Kathrin Gsell. Das Theaterstück des Vereins Chapeau-Claque-Bamberg e. V. nimmt die Schülerinnen und Schüler mit in die Gefühlswelt der jungen Mona. Einfühlsam greift es zentrale Aspekte psychischer Gesundheit auf und ermutigt dazu, über das eigene seelische Befinden zu sprechen, Unterstützung anzunehmen und Verständnis für die Situation anderer zu entwickeln.
Im Anschluss an die Aufführung hatten die Jugendlichen Gelegenheit, sich mit den Schauspielerinnen und den Fachkräften des Gesundheitsamts über das Gesehene auszutauschen. Gemeinsam erschlossen sie zentrale Elemente des Stücks und stellten Bezüge zu psychischen Belastungen und Stress her. An einem weiteren Unterrichtstag vertieften die Klassen gemeinsam mit Beozzo die Themen Stress und Resilienz. Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen zu bewältigen und die eigene psychische Stabilität zu erhalten oder wiederzugewinnen. Dabei ging es darum, wie Stress entsteht, wann er zu Überforderung führen kann und welche persönlichen Ressourcen helfen, Herausforderungen zu meistern.
Besondere Aufmerksamkeit galt den individuellen Kraftquellen: Was gibt mir Energie? Welche Menschen, Aktivitäten oder Orte tun mir gut? Und was hilft mir, wenn mein persönlicher Akku leer ist? Die Jugendlichen entwickelten eigene Ideen und reflektierten ihre Fähigkeiten und persönlichen Schutzfaktoren. Dabei wurde deutlich: Resilienz lässt sich stärken, und jeder Mensch verfügt über eigene Ressourcen, die im Umgang mit Belastungen helfen können. Abschließend informierten die Fachkräfte über Beratungs- und Unterstützungsangebote im Landkreis Eichstätt sowie über Anlaufstellen an der Schule. So verband das Projekt die theaterpädagogische Auseinandersetzung mit konkreter Präventionsarbeit. Es ermutigte die Jugendlichen, ihre eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen, frühzeitig Hilfe zu suchen und auch die Belastungen anderer wahrzunehmen.
*Bildunterschrift: Stellten die mentale Gesundheit in den Mittelpunkt: (hinten v. li.) Simone Adlkofer und Regina Beozzo, Sozialpädagoginnen des Gesundheitsamts; Emilie Töpfer, Projektleitung von Chapeau Claque; (vorne) Schauspielerin Nadine Buschmann. (Foto: Pamela Kolmer)
Quelle: Lkr. Ecishtätt / Pressemitteilung – Manfred Schmidmeier /
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