(ka) Zwei Tage lang haben Medizinstudierende aus München, Bochum und Augsburg die Region Altmühl-Jura sowie den Landkreis Eichstätt kennengelernt. Das Regionalmanagement Altmühl-Jura, in dem zwölf Gemeinden aus Eichstätt, Roth und Neumarkt zusammengeschlossen sind, hatte erstmals in Zusammenarbeit mit der GesundheitsregionPlus Eichstätt zu einer Medi-Akademie eingeladen. Ziel: den angehenden Ärztinnen die Region als künftigen Lebens- und Arbeitsort näherzubringen und sie für die hausärztliche Versorgung vor Ort zu begeistern. „Wir möchten, dass junge Medizinerinnen und Mediziner Altmühl-Jura nicht nur auf einer Karte sehen, sondern vor Ort erleben: die Praxen, die Menschen – einfach die Region selbst“, erklärt Regionalmanagerin Jennifer Zielke. „Wenn aus einem Besuch eine Famulatur wird und später vielleicht eine Niederlassung, haben wir viel erreicht.“
Am ersten Tag standen Stationen wie das Internistische Zentrum Eichstätt und das Nierenzentrum Eichstätt auf dem Programm. Im Römer- und Bajuwaren-Museum auf Burg Kipfenberg bekamen sie außerdem Einblicke in Geschichte und Identität der Gegend. Beim Willkommensabend im Haus des Gastes in Beilngries kamen die Studierenden mit dem Stellvertretenden Landrat Bernhard Sammiller, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus der Region sowie Dr. Haslbeck, dem Regionalen Vorstandsbeauftragten der KVB für Oberbayern, ins Gespräch.
Auch die zukünftigen Geschäftsführerinnen der GesundheitsregionPlus Eichstätt (Magdalena Lipinski und Stefanie Funk) und das Gesundheitsamt Eichstätt mit der Ärztlichen Leitung Regina Lindl waren vertreten. „Es hilft wirklich, direkt mit Leuten vor Ort zu reden. So spürt man, ob man hier wirklich ankommen kann“, fand eine der Teilnehmerinnen. Am zweiten Tag standen die Hausarztpraxis Jura-2000-Region in Dietfurt und die Gemeinschaftspraxis von Kathrin Mathis und Dr. Michael Mathis in Beilngries auf dem Programm. Dort berichten die Ärzte von ihrem Praxisalltag sowie den Vor- und Nachteilen einer Selbstständigkeit auf dem Land. In einem anschließenden Workshop zeigte die KVB, welche Programme es für Medizinstudierende gibt und wie der Schritt in eine Landarztpraxis unterstützt wird. Oberfranken Offensiv präsentierte zudem, wie Regionen Ärztinnen und Ärzte vor Ort fördern können – zum Beispiel durch Telemedizin oder bessere Vernetzung im Gesundheitswesen. Das Beispiel macht deutlich: Auch im ländlichen Raum lassen sich innovative Lösungen für die medizinische Versorgung umsetzen.
Auch wenn es noch Jahre dauern wird, bis die Teilnehmenden als Ärztinnen arbeiten, ist jede Verbindung zur Region ein Gewinn – sei es eine Famulatur, ein Tertial im Praktischen Jahr oder später eine Niederlassung. „Wir kümmern uns um den Nachwuchs für die hausärztliche Versorgung in Altmühl-Jura“, erklärt Zielke. Das Regionalmanagement bedankt sich herzlich bei allen Praxen, Partnern und Gästen, die die Medi-Akademie möglich gemacht haben.
