(ka) Volkswagen rechnet künftig mit anhaltendem Rückgang im China-Geschäft. Der Gesamtmarkt in China sei “im freien Fall”, so VW-Chinachef Ralf Brandstätter im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Bis 2030 könnte der zweitgrößte Autokonzern der Welt im größten Einzelmarkt nur noch rund 2,2 Millionen Autos pro Jahr verkaufen. Im Frühjahr lag die Zielmarke noch bei 3,2 Millionen Einheiten. Frühere Hochphasen brachten VW in China sogar mehr als vier Millionen Fahrzeuge pro Jahr.

Der Grund liegt in der gedämpften Gesamtnachfrage in China. In den ersten neun Monaten dieses Jahres gingen die Auslieferungen um rund 30 Prozent zurück auf unter 1,4 Millionen Fahrzeuge. Am Jahresende könnte VW dort erstmals seit 2010 wieder unter zwei Millionen verkauften Autos landen. “China ist keine Wachstumsmaschine mehr. Daran orientieren wir uns”, so Brandstätter.

Der Manager setzt darauf, mehr Autos aus China in andere Weltregionen zu holen. Ein konkretes Exportziel nannte er nicht: “Der Export wird ohnehin wichtiger, auch für uns.” Neben Fahrzeugen sollen auch China-Technologien wie Plattformen, Elektronikarchitekturen und Software in andere Regionen wandern. “Damit verteilen sich Entwicklungskosten auf größere Stückzahlen”, erklärte Brandstätter.

Quelle: Pressemitteilung / dts-nachrichtenagentur.de / Foto von Erik Mclean auf Unsplash