(ka) Wegen einer weltweiten Sicherheitslücke standen auch in Bayern Websites und auch in der Region 10 die Behörden und lokale zeitweise offline. Mehrere Ministerien und die Polizei in ganz Bayern waren am Nachmittag nicht erreichbar. Hinweise wie: „Aus sicherheitstechnischen Gründen ist dieses Webangebot aktuell leider nicht verfügbar“ waren zu lesen. Auch das Landratsamt Rhön-Grabfeld und das Klinikum Nürnberg meldeten sich offline.

Grund: Eine neu entdeckte, schwere Sicherheitslücke, die momentan das Fundament vieler Webseiten und Onlinedienste ins Wanken bringt. Betroffen ist PHP, die verbreitetste Programmiersprache im Web – von kleinen Blogs bis hin zu großen Nachrichtenportalen, von Shops bis zu CMS wie WordPress.

BSI und das bayerische Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) hatten Alarm geschlagen und Warnungen herausgegeben. Die LSI-Einstufung der Schwachstelle: kritisch. Die Entwickler von PHP hatten angekündigt, für Mittwochnachmittag einen Sicherheitspatch zu veröffentlichen. Das BSI riet Betreibern von Online-Angeboten ausdrücklich: Falls nötig, Server besser sofort vom Netz nehmen.

Das Innenministerium Bayern bestätigte am Nachmittag, man habe die eigene Website vorsorglich auf Anraten von BSI und LSI offline genommen. Das Update laufe bereits, danach solle die Seite wieder online gehen. Laut der Pressestelle rechnet damit, dass die Unterbrechung rund eine Stunde dauern werde.

Quelle: Pressemitteilung / DieBayern.de News / Foto von Philipp Katzenberger auf Unsplash