
(ka) Spaghetti, Fusilli oder Penne – Italien bleibt vorne, wenn es um Nudeln geht. Im letzten Jahr wurden zwischen Bozen und Palermo rund 4,2 Mio. Tonnen produziert, so viel wie in keinem anderen EU-Land – laut dem Statistischen Bundesamt – Wiesbaden, das sich auf Eurostat-Daten beruft. Das entspricht 69 Prozent der gesamten europäischen Produktion von 6,1 Mio. Tonnen.
Besonders gut läuft’s bei uns in Deutschland: Der Pro-Kopf-Konsum ist seit 1990 auf 10,1 Kilogramm gestiegen – mehr als doppelt so hoch wie damals. Das sagen die Analysten vom Verband der Deutschen Getreideverarbeiter und Stärkehersteller. Eine YouGov-Umfrage zeigt zudem, dass fast zwei Drittel der Deutschen mindestens einmal pro Woche Nudeln essen.
Im Dreier-Vergleich Nudeln – Kartoffeln – Reis geben 46 Prozent der Befragten Nudeln den Vorzug, 39 Prozent setzen auf Kartoffeln und 12 Prozent bevorzugen Reis. Jüngere Menschen greifen klar häufiger zu Teigwaren, während Boomer eher Kartoffeln bevorzugen (knapp die Hälfte).
Nach Eurostat-Zahlen werden hierzulande nach wie vor überdurchschnittlich viele Nudeln mit Ei hergestellt: 46 Prozent der Gesamtmenge. In Italien als klassischem Nudelland waren’s dagegen nur 17 Prozent, in Spanien sogar nur 2 Prozent.
Immer öfter landet heimischer Hartweizen in der Mühle. Laut dem Stärkeverband wurden im vergangenen Jahr in acht deutschen Mühlen 464.000 Tonnen Durum vermahlt – also Hartweizengrieß, der später Pasta wird.
Trotz eines leichten Absatzrückgangs bleiben Spaghetti die meistgekaufte Nudelsorte, berichtet YouGov aus seinem Panel. Auf Platz zwei folgen Fusilli, dann Penne und Spätzle auf Rang vier. Wachstum sieht man vor allem bei kleineren Formen wie Farfalle, Hörnchennudeln und Muscheln. Zugleich steigt die Nachfrage nach glutenfreien Nudeln, während Eiernudeln und Vollkornprodukte seltener in den Einkaufswagen wandern.
Quelle: Pressemitteilung / Statistisches Bundesamt (Destatis) Wiesbaden / Foto von Olga Petnyunene auf Unsplash

