(ka) Große Freude beim Bayerischen Roten Kreuz: Der BRK Senioren-Park Buxheim (Lkr. Eichstätt) bekommt vom Freistaat Bayern eine Förderung in Höhe von 4,8 Millionen Euro. Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach übergab am Mittwoch, 14. Oktober 2026, den entsprechenden Förderbescheid.

Die Unterstützung gehört zum bayerischen Investitionsprogramm „Pflege im sozialen Nahraum“ (PflegesoNah). Insgesamt fließen damit 80 Dauerpflegeplätze im BRK Senioren-Park Buxheim in die Förderung.

Für das BRK ist das eine wichtige Grundlage, um die pflegerische Versorgung in der Region dauerhaft zu stärken und die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner weiter zu erhöhen.

BRK-Landesgeschäftsführer Robert Augustin nahm den Förderbescheid gemeinsam mit Kreisvorsitzendem Dr. Ivo Holzinger, Kreisgeschäftsführer Wilhelm Lehner und Einrichtungsleiter Karsten Kunick entgegen. Er betont die Bedeutung der Investition deutlich:

„Die Förderung von 4,8 Millionen Euro ist ein starkes Signal für die Zukunft der Pflege und eine klare Investition in die Lebensqualität der Menschen, die uns anvertraut sind. Mit der Weiterentwicklung des BRK Senioren-Parks Buxheim legen wir die Grundlage für moderne Pflege, die sich an den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner orientiert. Besonders die Betreuung von Menschen mit Demenz braucht ein Umfeld, das Sicherheit, Orientierung und zugleich ein hohes Maß an Selbstbestimmung ermöglicht. Dank an den Freistaat Bayern für die Unterstützung – und ein Dankeschön an alle Mitarbeitenden und Verantwortlichen vor Ort, die dieses besondere Pflegekonzept mit Engagement umsetzen“, so Augustin.

Besondere Kompetenz in der Betreuung von Menschen mit Demenz
Ein Schwerpunkt des BRK Senioren-Parks Buxheim liegt auf gerontopsychiatrischer Versorgung, speziell der Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz. Rund 95 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner leben mit Demenzerkrankungen.

Auch bei den geplanten Baumaßnahmen fließt diese Ausrichtung mit ein. Farb- und Materialkonzepte, kontrastreiche Gestaltung, natürliche Belichtung und Akustikdecken sollen Orientierung erleichtern und ein angenehmes, sicheres Wohnumfeld schaffen. Dabei werden auch Seh- und Hörbeeinträchtigungen gezielt berücksichtigt.

Ein markantes Merkmal des Konzepts ist der Verzicht auf geschlossene oder beschützte Bereiche. Stattdessen setzt der Senioren-Park auf eine offene Gestaltung, die sich an den Bedürfnissen der Bewohnenden orientiert.

Mehr als Pflege: Ein Ort zum Leben und Bewegen
Zum Konzept gehört eine großzügige Gartenanlage mit über 5.000 Quadratmetern Fläche. Tiere, Hochbeete und vielfältige Möglichkeiten für Bewegung und Begegnung sollen den Alltag abwechslungsreich und lebendig gestalten.

Gleichzeitig ist der Senioren-Park fest in das Gemeindeleben von Buxheim eingebunden. Die Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen, Ehrenamtlichen und weiteren Akteuren fördert Begegnungen zwischen Generationen und stärkt die Teilhabe in der Gesellschaft.

Der BRK-Senioren-Park entwickelt sich so weiter – nicht nur als Pflegeeinrichtung, sondern als lebendiger Bestandteil der Gemeinde.

Ministerin würdigt das Konzept
Bei der Übergabe des Förderbescheids hob Ministerin Judith Gerlach die besondere Bedeutung der Einrichtung hervor: „Pflege-Orte sollen entstehen, in denen sich Menschen gut aufgehoben fühlen – auch dann, wenn das eigene Zuhause nicht mehr genügt. Der BRK Senioren-Park ist genau so ein Ort.“

Mit Blick auf die wachsende Zahl von Demenzbetroffenen betonte sie, wie wichtig spezialisierte Betreuungs- und Pflegekonzepte sind. Der Senioren-Park Buxheim leiste dazu einen wertvollen Beitrag.

Das BRK gestaltet die Pflege von morgen
Die Förderung von 4,8 Millionen Euro markiert einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung des BRK Senioren-Parks Buxheim. Sie schafft notwendige Grundlagen, um bewährte Pflegekonzepte mit einer modernen, bedürfnisorientierten baulichen Gestaltung zu verbinden.

Beim BRK steht der Mensch im Mittelpunkt – mit seiner individuellen Lebensgeschichte, seinen Bedürfnissen und dem Wunsch nach Sicherheit, Würde und möglichst selbstbestimmtem Leben.

Quelle: Pressemitteilung / BRK Bayern / Foto: Sebastian Pieknik / BRK