(ka) Bundesweit ganz vorne: Der Bahnhof Ansbach gehört zu den „Bahnhof des Jahres 2026“ – eine Auszeichnung, vergeben von der Allianz pro Schiene. Begeistert reagiert Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter: Der Bahnhof Ansbach zeigt deutlich, wie attraktiv Bahnfahren sein kann – und wie eine gute Bahnhofs-Visitenkarte für eine Stadt wirkt. Einladende Bahnhöfe erleichtern den Umstieg spürbar. Wir haben als Freistaat über 20 Millionen Euro in den barrierefreien Ausbau von Ansbach investiert und damit wesentlichen Anteil am Erfolg getragen. Besonders erfreulich: Bayern hat damit bereits zum achten Mal den Titel „Bahnhof des Jahres“ gewonnen.
Die Jury der Allianz pro Schiene war von Ansbach in allen Belangen überzeugt: von dem Angebot an Serviceleistungen über die klare Kundeninformation bis hin zur Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und dem insgesamt guten Ambiente. Ansbach ist zudem ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Nürnberg–Stuttgart und Augsburg–Würzburg. In den letzten Jahren haben Bund und Freistaat das Verkehrsangebot dort deutlich verbessert: Alle Linien fahren jetzt barrierefrei, und die Strecke Nürnberg–Ansbach–Crailsheim gehört seit dem Netz der S-Bahn Nürnberg dazu. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2022 ist Ansbach auch ICE-Halt. Mit rund 10.500 Ein-, Aus- und Umsteigern pro Werktag gehört der Bahnhof zu den meistfrequentierten Stationen in Mittelfranken – direkt hinter Nürnberg, Fürth und Erlangen.
Eine der Voraussetzungen für die Auszeichnung ist der barrierefreie Ausbau, gefördert vom Freistaat Bayern mit Landesmitteln. 2022 eröffnete der Bahnhof Ansbach als 500. barrierefreier Bahnhof in Bayern und entwickelte sich als Zukunftsbahnhof im Rahmen der Initiative DB InfraGO AG weiter. Aus Bayern zählen daneben auch Nördlingen und Iphofen zu dieser Kategorie. Der Freistaat unterstützt den barrierefreien Ausbau freiwillig finanziell – durchschnittlich rund 50 Millionen Euro pro Jahr – obwohl eigentlich der Bund laut Grundgesetz für die barrierefreien Bahnhofsumbauten verantwortlich wäre.
Die umfassende Neugestaltung macht Ansbach zu einem Aushängeschild der Stadt. Am Bahnhofsgebäude grüßt der Name „Ansbach“ in goldenen Buchstaben. Eine attraktive Wartehalle mit moderner Sitzlandschaft und Türkistönen verkürzt die Wartezeit. In der neugestalteten Personenunterführung spiegelt sich das frische Farbkonzept wider; die Verbindung der Bahnsteige wirkt hell und einladend. Barrierefreiheit ist hier durch Blindenleitsysteme und Aufzüge gewährleistet. Um das Areal herum gibt es neue Fahrradstellplätze, öffentliche Toiletten, Sitzmöglichkeiten und eine Grünfläche mit auflockernder Bepflanzung. Verkehrsminister Bernreiter: Der Bahnhof Ansbach ist ein echter Gewinn für Reisende. Bahn und Bund sollten künftig noch mehr Mittel in die Hand nehmen, um Barrierefreiheit voranzutreiben und Stationen attraktiver zu gestalten. Die Investition hat sich gelohnt.
Das Sieger-Signet wird bei einer Festveranstaltung am Bahnhof angebracht.
Nach Oberstdorf (2006), Landsberg am Lech (2007), Aschaffenburg (2012), Murnau (2013), Bayerisch Eisenstein (2017), Altötting (2020) und Coburg (2022 ist Ansbach der achte Bahnhof in Bayern, der diese Auszeichnung erhält. Bayern bleibt damit bundesweit führend.
