(ka) Der groß angelegte Rückruf im VW-Konzern wegen möglicher Lenkungsprobleme betrifft laut Informationen des Handelsblatts auch die Töchter Skoda und Seat. Bei Skoda sollen dem Bericht zufolge weltweit mehr als eine Million Fahrzeuge in die Werkstätten, bei Seat rund 200.000.

Zuvor war bekannt geworden, dass global 2,16 Millionen Fahrzeuge der Marke VW sowie etwa 700.000 Audis betroffen sind. Addiert man das, ergibt sich konzernweit ein Rückruf von rund vier Millionen Autos. Das wäre die größte Rückrufaktion in der Geschichte des VW-Konzerns seit dem Dieselskandal.

VW betonte, bisher habe es weder Personen- noch weitergehende Sachschäden gegeben. Die Rückrufaktion zum Austausch der Schraube sei daher vorsorglich gestartet worden.

Bei Seat betrifft der Rückruf die Modelle Ateca und Tarraco. Insgesamt seien hier 66.224 Fahrzeuge weltweit betroffen, hergestellt zwischen April 2016 und September 2024. Damit schließen sich die bislang bekannten Maßnahmen auf über 2,92 Millionen Fahrzeuge weltweit an.

Trotz der beträchtlichen Größenordnung des Rückrufs hat VW bislang keinerlei Details öffentlich gemacht. Auch zu potenziell betroffenen Schwestermodellen von Seat/Cupra sowie Skoda gibt es noch keine konkreten Angaben. Falls auch einzelne Baureihen wie Leon, Ateca, Tarraco, Roomster, Octavia, Karoq oder Kodiaq betroffen sein sollten, würde die Zahl weiter steigen. Die Händler-Hotlines dürften in den kommenden Tagen erst mal stark ausgelastet sein.

Quelle: Pressemitteilung / dts-nachrichtenagentur.de / Bild von TheJohnus auf Pixabay

 

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