
(ka) Unter dem Motto „Sustainable Logistics – Über Partnerschaften die Zukunft gestalten“ lud die Schwarz Gruppe heute zum zweiten Future Day ins Kaufland Logistikzentrum Geisenfeld ein. Mehr als 650 Branchenentscheider und Innovationsgetriebene nutzten die Gelegenheit, die Stärke der Gruppe kennenzulernen: Vom Einzelhandel (Kaufland, Lidl) über die Produktion (Schwarz Produktion) bis hin zur Kreislaufwirtschaft (PreZero) und Digitalisierung (Schwarz Digits) bündeln die Unternehmen gemeinsam mit externen Partnern ihr Know-how, um logistische Herausforderungen in strategische Chancen zu überführen. Der Future Day diente als Plattform für den Austausch zu Technologien, Infrastruktur, Arbeitswelten und praxisnahen Lösungen. Als einer der modernsten Logistikstandorte Europas bot Kaufland exklusive Einblicke in hochmoderne Prozesse, darunter eine vollautomatisierte Food-Kommissionierung.
„Bei der Transformation der Logistik warten wir nicht auf fertige Lösungen – wir entwickeln sie gemeinsam mit den anderen Unternehmen der Schwarz Gruppe und unseren Partnern weiter. Das zeigen wir in Geisenfeld: Ein hochautomatisiertes Logistikzentrum, das Zukunftsfähigkeit neu definiert“, so Pascal Siegmund, Leiter Logistik International bei der Kaufland Stiftung. „Auch in der E-Mobilität unserer Logistik gehen wir voran: Wir bauen an allen Standorten Ladeparks für E-Lkw und zielen darauf ab, Leerfahrten und Wartezeiten deutlich zu reduzieren. Vernetzte Daten fließen in Transportnetze ein, von denen am Ende alle profitieren – Partner, Kunden und unsere Filialen, die so noch effizienter versorgt werden.“
Ein Ökosystem mit einem Ziel: Lieferketten nachhaltig zukunftssicher machen
Effiziente, emissionsarme und resiliente Logistik entsteht nicht im Alleingang. Sie lebt von der Kombination aus menschlicher Expertise, technischer Innovation und langfristigen Partnerschaften. Auf über 3.800 Quadratmetern diskutierten die Teilnehmenden des Future Day konkrete Lösungsansätze für die drängenden Branchenfragen:
1. Innovation und Autonomisierung: Realbetrieb statt Zukunftsmusik
Die Schwarz Gruppe setzt zukunftsweisende Technologien direkt in den Praxisbetrieb um: Lidl testet in Deutschland als erster Lebensmitteleinzelhändler gemeinsam mit Einride einen kabinenlosen Elektro-Lkw mit autonomer Fahrfunktion auf öffentlichen Straßen. Beim Future Day 2026 gab es dazu eine Live-Demo zu sehen. In Logistikzentren übernehmen KI-gestützte Greifersysteme die Umpalettierung komplexer Sortimente, Inspektionsroboter prüfen Qualität und Bestand. Eine datenbasierte Bedarfsplanung hilft, Lieferengpässe zu vermeiden und Überbestände oder Verluste zu senken. Die europäische Cloud-Plattform STACKIT von Schwarz Digits sorgt dabei für Digitale Souveränität der vernetzten Lieferketten.
„Das Logistiknetzwerk der Schwarz Gruppe ist das zentrale, zirkuläre Bindeglied unseres Ökosystems“, erklärt Maverick Malcher, Geschäftsführer Schwarz Mobility Solutions. „Smarta Technologien und klare Data-Governance machen Warenströme flexibel und robust. Wir bringen Innovationen direkt in den Realbetrieb – und stärken so Handlungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit unserer Lieferketten.“
2. Mensch und Arbeitswelt: Technologie als Antwort auf den Fachkräftemangel
Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der Logistik und dem demografischen Wandel wird der Mensch neu positioniert. Smarte Robotik und vollautomatisierte Food-Kommissionierung übernehmen belastende Sortier- und Routineaufgaben. Gleichzeitig wandeln sich logistische Berufsrollen hin zu steuernden Expertentätigkeiten. Der Mensch bleibt essenziell bei Urteilsbildung, Verantwortung und Veränderungsgestaltung. Eigene Initiativen wie die PreZero Fahrschule bilden bundesweit Nachwuchs- und Fachkräfte aus, und arbeiten dabei auch mit externen Partnern zusammen. Lidl engagiert sich zudem im Branchendialog Lebensmitteleinzelhandel und Ernährungsindustrie für verbindliche Sozialstandards.
3. Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft: Nachhaltiges Wirtschaften in der Logistik
Auf dem Weg zu Net Zero bis 2050 verknüpfen sich Maßnahmen zu einem kohärenten Ganzen. Neben optimierter Auslastung und smarter Routenplanung setzen die Schwarz-Unternehmen auf emissionsarme Antriebe: In den Niederlanden beliefert Lidl Filialen bis 2027 vollständig mit E-Lkw. PreZero rüstet seine Entsorgungsflotte Schritt für Schritt auf alternative Antriebe um. Kaufland schafft an allen deutschen Verteilzentren leistungsstarke E-Ladeparks, um die Skalierung von E-Lkw gezielt voranzutreiben. Wertstoffkreisläufe sichern nachhaltige Ressourcen. So trennen die Warendistributionszentren Wertstoffe systematisch im Sinne der „Road to Zero Waste“. Ein weiteres Beispiel ist der PET-Wertstoffkreislauf der Schwarz Produktion.
„Transformation in der Logistik gelingt nur, wenn Technologien, Infrastruktur und Partnerschaften gemeinsam gedacht werden. Die Schwarz Gruppe elektrifiziert Flotten, etabliert zirkuläre Wertstoffströme und investiert gezielt in Innovationen. Gemeinsam mit Partnern beweisen wir: Eine zukunftsfähige Logistik ist der Schlüssel zu wirtschaftlicher Stärke“, sagt Florian Schütze, Geschäftsleiter Corporate Responsibility der Schwarz Corporate Affairs.
Das Logistik-Netzwerk der Schwarz Gruppe
– Hochkomplexes, integriertes Handels- und Logistiknetzwerk: Rund 250 Logistik- und Warenverteilzentren versorgen täglich über 14.500 Filialen in 33 Ländern.
– Eigenproduktion: 19 eigene Produktionswerke der Schwarz Produktion als Hersteller des jeweiligen Eigenmarken-Sortiments von Lidl und Kaufland.
– Kreislaufwirtschaft: PreZero betreibt eine Entsorgungsflotte an rund 470 Standorten.
– Schiffslogistik: Tailwind Shipping Lines – die eigene Frachtreederei von Lidl mit elf Schiffen.
Das Kaufland Logistikzentrum Geisenfeld
– Lkw-Aufkommen: ca. 350 Fahrzeuge pro Tag
– Paletten-Eingang: über 8.000 Paletten täglich
– Automatisierungsgrad: 80 Prozent des Food-Sortiments vollautomatisch, 20 Prozent manuell (Aktionsware, Sperrgut)
– Depalettierung: 70 Prozent automatisiert per Roboter, 30 Prozent manuell an Ergonomie-Stationen
– Dimensionen: Regale nahezu 30 Meter hoch, 100 Meter lang, 40 Meter breit
– Nutzfläche: Fläche wie ein Fußballfeld, Kapazität für bis zu 30.000 Paletten (ca. 20 Millionen Rollen Toilettenpapier)
– Regalbediengeräte (RBG): 15 Geräte im Einsatz, Durchsatz ca. 50 Paletten pro Stunde pro Gerät
Hinweis: Alle genannten Daten beziehen sich auf den aktuellen Stand des Geisenfeld-Standorts und dessen operativen Kennzahlen.
*Bildunterschrift: Future Day 2026: Unternehmen der Schwarz Gruppe stärken Partnerschaften für zukunftsfähige Lieferketten. (Bildrechte: Schwarz Corporate Affairs GmbH & Co. KG / Fotograf: Schwarz Corporate Affairs GmbH & Co. KG)
Quelle: Pressemitteilung / Presseportal.de / Schwarz Corporate Affairs GmbH & Co. KG /

