(ka) Die wirtschaftliche Lage vieler land- und forstwirtschaftlicher Betriebe bleibt angespannt. Hitze und Trockenheit verursachen Ernteausfälle, hohe Energie- und Düngerkosten drücken zusätzlich, und die Erzeugerpreise bleiben vielfach zu niedrig. Auch die wieder steigenden Kraftstoffpreise erhöhen den Druck. Unsere Bauernfamilien brauchen jetzt spürbare Entlastungen statt weiterer Ankündigungen: Die Politik muss bei den Kosten entlasten, wenn Wettbewerbsfähigkeit und regionale Lebensmittelproduktion gesichert werden sollen.

Bei den Kraftstoffkosten besteht dringender Handlungsbedarf. Die vollständige Agrardieselentlastung von 21,48 Cent je Liter muss bereits bei der Antragstellung 2026 für den Verbrauch des Jahres 2025 gewährt werden. Zugleich sind kurzfristig weitere Entlastungen nötig, und der Einstieg in nicht-fossile Kraftstoffe muss wirtschaftlich möglich gemacht werden. Die im Koalitionsvertrag vorgesehene vollständige Steuerbefreiung für HVO und andere nicht-fossile Kraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft muss umgesetzt werden. Wer alternative Kraftstoffe voranbringen will, darf sie steuerlich nicht länger benachteiligen. Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit gehören zusammen.

Der BBV fordert deshalb, die im Sofortprogramm 2026 vorgesehenen Entlastungen jetzt umzusetzen – von niedrigeren SVLFG-Beiträgen über Entlastungen bei Kraftstoffkosten bis zur frühzeitigen Auszahlung der Mittel aus der EU-Agrarpolitik. In der aktuellen Belastungssituation muss Liquidität rasch bei den Betrieben ankommen. Die Botschaft an die Politik lautet: Wer unsere heimische Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung sichern will, muss die Kostenbelastung der Betriebe senken. Die Zeit für weitere Prüfaufträge ist vorbei – Entlastungen müssen auf den Höfen ankommen.

Quelle: Pressemitteilung / Bayerischer Bauernverband / Bild von DeltaMike auf Pixabay