(ka) Morgen, Dienstag, der 15. September 2026, startet in Bayern das neue Schuljahr. Nicht nur im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord beginnt für viele Schulanfängerinnen und -anfänger ein neuer, aufregender Lebensabschnitt. Es gilt, den Weg zur Schule und zurück sicher zu meistern.

Alle Verkehrsteilnehmer sollten besonders aufmerksam sein. Die Polizei Ingolstadt wird daher auch dieses Jahr wieder verstärkt im Schulumfeld kontrollieren.

Im Schuljahr 2025/2026 verzeichnete der Bereich des PP Oberbayern Nord 78 Schulwegunfälle (Vorjahr 89). Gegenüber 2024/2025 sank die Zahl damit um 12,35 Prozent bzw. 11 Fälle. Insgesamt wurden 109 Schülerinnen und Schüler verletzt (Vorjahr 101, +8). Die Zahl der schwer Verletzten stieg von 10 auf 11, leicht Verletzte erhöhten sich von 93 auf 98.

Leider kam es im letzten Schuljahr zum ersten Mal seit sieben Jahren zu einem tödlichen Fall: Ein Schulbusunfall am 10.06.2026 in Hebertshausen im Landkreis Dachau.

Seit 1953 gab es an Schulwegüberwegen, die durch Polizei oder Schulweghelfer gesichert wurden, keinen schweren oder tödlichen Schulwegunfall mehr. Das unterstreicht, wie wichtig diese Begleitung ist.

Etwa die Hälfte der Schulwegunfälle wurde wie in den Vorjahren von den Kindern selbst verursacht. Die meisten Unfälle passieren auf der Fahrbahn (43), gefolgt von Radwegen (17) und Gehwegen (10). Die meisten Vorfälle traten zu Schulbeginn und -ende auf, also zwischen 7–8 Uhr und 13–14 Uhr. Die Altersgruppe der Verletzten bildet überwiegend Kinder von 8 bis 13 Jahren. Unter den Beteiligten waren Radfahrerinnen und Radfahrer (44) am häufigsten vertreten, danach Fußgängerinnen und Fußgänger (24).

Für Schulanfänger ist der Straßenverkehr Neuland. Gefahren können schwer eingeschätzt werden, daher der Appell vor allem an die Eltern: Bereitet eure Kinder gut auf den Schulweg vor und zeigt ihnen jeden Tag ein gutes Vorbild. Erwachsene sind zentrale Orientierungspunkte.

Alle Verkehrsteilnehmer sollten gemeinsam mit erhöhter Aufmerksamkeit und vorausschauend unterwegs sein und bereit zum Bremsen bleiben. Selbst wenn ein Kind ein Fahrzeug gesehen hat, kann es trotzdem plötzlich loslaufen. Entfernungen und Geschwindigkeiten können Kinder noch nicht zuverlässig einschätzen, der benötigte Anhalteweg eines Fahrzeugs ist ihnen oft fremd.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord wünscht allen ABC-Schützen und ihren Eltern einen guten Schulstart und vor allem einen unfallfreien Schulweg.

Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Nord / Foto von Jonas Augustin auf Unsplash