(ka) Am Welttag der sexuellen Gesundheit am 4. September 2026 geht es darum, das Bewusstsein dafür zu stärken, dass jeder Mensch Rechte rund um die eigene Sexualität hat. Viele verbinden damit Themen wie sexuell übertragbare Krankheiten, Verhütung, Fruchtbarkeit und Familienplanung – aber auch gynäkologische oder urologische Vorsorgeuntersuchungen gehören dazu. Die WHO definiert sexuelle Gesundheit als einen Zustand körperlichen, emotionalen, mentalen und sozialen Wohlbefindens in Bezug auf Sexualität. Wichtig: Es geht nicht nur um das Fehlen von Beschwerden, sondern um eine wertschätzende Haltung gegenüber Sexualität und sexuellen Beziehungen.
Der Öffentliche Gesundheitsdienst übernimmt dazu verschiedene Aufgaben. Im Gesundheitsamt Eichstätt gibt es zum Beispiel kostenlose, anonyme HIV-Tests mit Beratung und Aufklärung. Für Schulklassen und andere Gruppen werden sexualpädagogische Veranstaltungen angeboten. Da geht es um Pubertät, Fruchtbarkeit, Gefühle, Körperwahrnehmung, Grenzen, Verhütung, sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität – altersgerecht aufbereitet. Zusätzlich stehen allgemeine Schwangerschaftsberatung und Schwangerschaftskonfliktberatung zur Verfügung, die Themen wie Verhütung, Fruchtbarkeit, Schwangerschaft und Familienplanung abdecken. In der Sexualberatung können auch weiterführende Fragen rund um Sexualität besprochen werden, zum Beispiel Unsicherheiten zu bestimmten Körperreaktionen oder Empfindungen, oder ein besseres Verständnis der eigenen Sexualität. Veränderungen im sexuellen Erleben, etwa nach Schwangerschaft oder Geburt, können dabei ebenfalls im Mittelpunkt stehen. Die Beratung am Gesundheitsamt ist kostenfrei und vertraulich – sowohl für Einzelpersonen als auch für Paare. Wichtig ist der Hinweis, dass dies keine Therapie ersetzt, die von Fachpersonal wie Ärzten, Hebammen, Psycho-, Sexual- oder Physiotherapeuten angeboten wird.
*Bildunterschrift: Ansprechpartnerinnen am Eichstätter Gesundheitsamt: Sozialpädagogin Irene Domokosch, (li., Sexualpädagogik und -beratung) und Ärztin Uta Konschake. (Foto: Eva Maria Czernoch, Landkreis Eichstätt)
Quelle: Lkr. Eichstätt / Pressemitteilung – Manfred Schmidmeier
