(ka) Der August verläuft wie erwartet: Die Zahl der Arbeitslosen ist gestiegen, geprägt durch die Ferien- und Urlaubszeit sowie den Übergang einiger Ausbildungsabsolventinnen und -absolventen in den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig bestimmen die schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen die Lage weiter mit. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt verhalten. Die Arbeitslosenquote in der Region 10 liegt im August bei 3,6 Prozent und ist damit deutlich höher als in den Vorjahren zur gleichen Zeit. Neben der Stadt Ingolstadt treten auch die Landkreise stärker in Erscheinung, wenn es um arbeitssuchende Menschen geht. Ob sich im Herbst positiveren Signale vom Arbeitsmarkt ableiten lassen, bleibt abzuwarten. Johannes Kolb, Leiter der Agentur für Arbeit Ingolstadt, zieht eine gemischte Bilanz.

Zum Stichtag waren im Stadtgebiet Ingolstadt sowie in den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen 10.770 Menschen arbeitslos gemeldet—das sind 548 mehr als im Juli. Von ihnen jecken sich 1.483 unter 25 Jahre, was gegenüber dem Vormonat um 255 gestiegen ist. Im Vergleich zum Vorjahr meldeten sich im August 2025 554 Personen weniger arbeitslos. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt bei 3,6 Prozent; vor einem Jahr lag sie bei 3,4 Prozent.

Die Regionen im Überblick

Stadt Ingolstadt
In der Stadt Ingolstadt ist die Arbeitslosigkeit im August 2026 gestiegen: 4.373 Menschen waren akut arbeitslos gemeldet, 143 mehr als im Juli (plus 3 Prozent) und 351 mehr als vor einem Jahr (plus 9 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 5,2 Prozent (+0,2 pp gegenüber dem Vormonat; vor einem Jahr 4,8 Prozent).

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) sind 2.507 Menschen arbeitslos (plus 179 im Monatsvergleich, plus 215 im Vergleich zum Vorjahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 1.866 Arbeitslose registriert (minus 36 gegenüber dem Vormonat, aber plus 136 zum Vorjahr). Das Jobcenter betreute 43 Prozent aller Arbeitslosen.

Im letzten Monat meldeten sich 1.121 Personen arbeitslos; 462 davon kamen direkt aus Erwerbstätigkeit. 989 endeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 255 eine neue Erwerbstätigkeit auf. Die Unternehmen suchen weiter Personal: 193 Stellen wurden im August neu gemeldet (minus 22 gegenüber dem Vormonat, aber plus 49 gegenüber dem Vorjahr). Insgesamt gab es damit 1.035 offene Stellen im Bestand der Agentur.

In der Grundsicherung (Jobcenter) stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften gegenüber dem Vorjahr um 132 auf 3.724. Insgesamt wurden im Berichtsmonat 4.944 erwerbsfähige Grundsicherungsberechtigte betreut, 140 Personen mehr als vor einem Jahr (+3 Prozent).

Landkreis Eichstätt
Im Landkreis Eichstätt stieg die Arbeitslosigkeit im August 2026: 2.316 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 200 mehr als im Juli (+10 Prozent) und 118 mehr als vor einem Jahr (+5 Prozent). Die Arbeitslosenquote betrug 3,0 Prozent (+0,3 pp zum Vormonat; vor einem Jahr 2,8 Prozent).

Im Rechtskreis SGB III lag die Arbeitslosigkeit bei 1.507 Personen (plus 154 zum Vormonat, plus 239 zum Vorjahr). Im Rechtskreis SGB II waren 809 Arbeitslose registriert (plus 46 zum Vormonat, minus 121 zum Vorjahr). Durch das Jobcenter wurden 35 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich 665 Personen arbeitslos; 258 davon direkt aus Erwerbstätigkeit. 462 beendeten ihre Arbeitslosigkeit, 144 davon nahmen eine Erwerbstätigkeit auf. Die Unternehmen suchten weiter Personal: 112 Stellen wurden neu gemeldet (minus 31 zum Vormonat, aber plus 10 gegenüber dem Vorjahr). Insgesamt gab es 828 offene Stellen. In der Grundsicherung stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften gegenüber dem Vorjahr um 30 auf 1.412; betreut wurden im Berichtsmonat 1.981 erwerbsfähige Grundsicherungsberechtigte, 5 Personen mehr als vor einem Jahr (+0,3 Prozent).

Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen stieg die Arbeitslosigkeit im August 2026 auf 1.892 Personen (+74 zum Vormonat; +4 Prozent) und gegenüber dem Vorjahr um 51 Personen (+3 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 3,2 Prozent, 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonat; vor einem Jahr waren es 3,1 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III waren 1.148 Arbeitslose gemeldet (plus 59 zum Vormonat, plus 66 zum Vorjahr). Im Rechtskreis SGB II waren 744 Arbeitslose registriert (plus 15 gegenüber dem Vormonat, minus 15 zum Vorjahr). Durch das Jobcenter wurden 39 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im letzten Monat meldeten sich 517 Personen arbeitslos; 212 davon direkt aus Erwerbstätigkeit. 439 beendeten Arbeitslosigkeit, davon nahmen 131 eine Erwerbstätigkeit auf. Die Unternehmen suchten weiter Personal: 170 Stellen wurden neu gemeldet (minus 24 zum Vormonat, aber plus 8 gegenüber dem Vorjahr). Insgesamt gab es 820 offene Stellen.

In der Grundsicherung stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften gegenüber dem Vorjahr um 112 (−9 Prozent) auf 1.193. Im Berichtsmonat wurden 1.677 erwerbsfähige Grundsicherungsberechtigte betreut, 173 Personen weniger als vor einem Jahr (−9 Prozent).

Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Der Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm verzeichnete im August 2026 2.189 arbeitslose Menschen (+131 zum Juli; +6 Prozent) und 34 mehr als vor einem Jahr (+2 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 2,8 Prozent (+0,2 pp gegenüber dem Vormonat; vor einem Jahr 2,7 Prozent).

Im Rechtskreis SGB III lagen 1.464 Arbeitslose vor (+109 zum Vormonat, +25 zum Vorjahr). Im Rechtskreis SGB II waren 725 Arbeitslose registriert (+22 zum Vormonat, +9 zum Vorjahr). Durch das Jobcenter wurden 33 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im letzten Monat meldeten sich 686 Personen arbeitslos; 284 davon direkt aus Erwerbstätigkeit. 536 beendeten Arbeitslosigkeit, davon nahmen 184 eine Erwerbstätigkeit auf. Die Unternehmen suchten weiter Personal: 238 Stellen wurden neu gemeldet (plus 20 gegenüber dem Vormonat, plus 98 gegenüber dem Vorjahr). Insgesamt gab es 1.044 offene Stellen.

In der Grundsicherung stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften gegenüber dem Vorjahr um 106 auf 1.340, was einem Anstieg von 9 Prozent entspricht. Insgesamt wurden 1.731 erwerbsfähige Grundsicherungsberechtigte betreut, 121 Personen mehr als vor einem Jahr (+8 Prozent).

Quelle: Pressemitteilung / ARGE Ingolstadt – Peter Kundinger / Bild von succo auf Pixabay