(ka) Der Hauseigentümerverband Haus und Grund hat die Forderung von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) klar aufgenommen: Es soll Mietern erleichtert werden, Klimaanlagen und Sonnenblenden zu installieren, um besser gegen die Hitze geschützt zu sein.
„Mehr Hitzeschutz in Wohnungen ist bei heißen Sommertagen nachvollziehbar“, sagt Kai Warnecke, Präsident von Haus und Grund. „Doch das darf nicht dazu führen, Eigentümerrechte Stück für Stück zu untergraben.“ Wer am Eigentum baulich etwas ändern will, könne den Eigentümer nicht einfach aussortieren, so Warnecke.
Anstatt immer neue Gesetze und Eingriffe brauche es mehr Vertrauen in die Menschen vor Ort. Mieter und Vermieter seien erwachsene Vertragspartner. Sie sollten offen darüber reden, welche Maßnahmen sinnvoll, technisch machbar und wirtschaftlich okay sind. Die Politik müsse dafür vernünftige Rahmenbedingungen schaffen – und nicht das nächste Stück Verfügungsgewalt über privates Eigentum beschneiden.
Hubig hatte der Zeitung gesagt, auch die klassische Rechtspolitik könne etwas gegen die Hitze tun. Im Mietrecht ließe sich einiges bewegen. „Ich kann mir vorstellen, dass wir es Mietern erleichtern, Wohnungen mit Klimaanlagen oder Sonnenblenden auszustatten“, so die Ministerin.
Auch der Mieterbund begrüßt den Vorstoß. „Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz und muss endlich im Mietrecht verankert sein“, betont Melanie Weber-Moritz, Präsidentin des Deutschen Mieterbundes. Mieter brauchten klare Rechte, wenn Wohnungen im Sommer stark aufheizen. „Deshalb unterstützen wir den Ansatz von Ministerin Hubig, den Hitzeschutz im Mietrecht zu stärken“, so Weber-Moritz.
Quelle: Pressemitteilung / dts-nachrichtenagentur.de / Bild von Kalahari auf Pixabay
