(ka) Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat angekündigt, dass die Allgemeinverfügung des Innenministeriums an den kommenden drei Wochenenden zwischen dem 15. und 31. August eine Ausnahme vom LKW-Fahrverbot ermöglicht. Demnach dürfen Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen an diesen Wochenenden Güter transportieren, die wegen des Niedrigwassers sonst nicht auf den deutschen Schifffahrtsstraßen transportiert werden könnten. Die Ausnahme greift allerdings nur im notwendigen Rahmen – unter Beachtung der Sonn- und Feiertagsruhe, der Wohnbevölkerung, der Umwelt und des Ferienreiseverkehr.
Die extreme Trockenheit des Sommers 2026 sorgt deutschlandweit für extreme Niedrigwasserstände auf den Binnenschifffahrtswegen. Am Rhein liegen die Pegelstände unter dem Niveau von 2018, auch die Donau verzeichnet historische Tiefstände. An der Elbe wurden ungewöhnlich niedrige Wasserstände gemessen. Die Binnenschiffahrt ist dadurch stark eingeschränkt, besonders in Abschnitten ohne Staustufen.
Das Bundesverkehrsministerium hatte die Länder um Unterstützung gebeten, um die Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft sicherzustellen. Mehrere Länder sind diesem Appell bereits nachgekommen und haben Allgemein-Ausnahmen erteilt.
Herrmann machte darauf aufmerksam, dass Österreich bislang keine Ausnahme von Fahrverboten an Wochenenden genehmigt hat. Dadurch bestehe die Gefahr, dass LKW vor den Grenzübergängen in Richtung Österreich stauen könnten – besonders am Samstag, Mariä Himmelfahrt, von Mitternacht bis 22 Uhr, und an allen Samstagen ab 15 Uhr besteht dort ein Fahrverbot.
