(ka) Im Freistaat mit 850.000 Mitgliedern herrschte monatelang Aufregung. Jetzt zieht der Vorsitzende Bentele die Konsequenzen. Und so soll es auf Bundesebene weitergehen.
Nach einem langen Machtkampf gibt Verena Bentele ihr Amt als Vorsitzende des VdK Bayern ab. Sie und der Schatzmeister Konrad Gritschneder treten zum 30. Juni zurück, wie ein VdK-Sprecher mitteilte. Bundesweit bleibt Bentele Präsidentin und will im Amt bleiben.
Kurz darauf ließ Bentele über eine Sprecherin eine Nachricht mit dem gleichen Wortlaut verbreiten. Innerhalb des bayerischen Verbands habe es Uneinigkeit über Führung und künftige Ausrichtung gegeben, heißt es in der Mitteilung: Die Landesvorsitzende Verena Bentele und der Landesschatzmeister Konrad Gritschneder hatten Vorstellungen von einer modernen Verbandsstruktur, die von den übrigen acht Vorständen nicht mitgetragen wurden.
Die Vorwürfe und Missverständnisse rund um diese Auseinandersetzung seien aber vollständig geklärt und ausgeräumt worden. Weder Verena Bentele noch Konrad Gritschneder und auch die anderen Vorstandsmitglieder bedauerten, dass es zu öffentlichen Diskussionen darüber gekommen sei.
Ende Mai wurde bekannt, dass die übrigen Mitglieder des Landesvorstands den Landesausschuss gebeten hatten, ein Verfahren zur Abberufung Benteles und des Schatzmeisters aus dem Landesvorstand einzuleiten.
In einem internen Schreiben war Bentele vorgeworfen worden, den VdK zu einem Zentralverband unter ihrer Führung umstrukturieren zu wollen. Dazu kamen weitere Unstimmigkeiten. Als Reaktion auf die öffentlich gemachten Vorwürfe meldete sich auch Bentele zu Wort: Sie habe 2023 auf ausdrücklichen Wunsch des Vorstands für den Vorsitz in Bayern kandidiert.
