
(ka) Am gestrigen Mittwochabend (17.06.2026), gegen 20:45 Uhr, meldeten mehrere Zeug*innen über den Notruf eine extreme Schlangenlinienfahrt eines silbernen Audi A2 mit EI-Kennzeichen auf der A9 Richtung München laut Verkehrspolizei Ingolstadt. Die Berichte beschrieben mehrfach Beinaheunfälle, weil der Wagen zwischen rechte und linke Leitplanke pendelte und nicht auf den Verkehr achtete. Kurz nach der Rastanlage Holledau kollidierte der Audi mit der Mittelleitplanke und blieb danach nicht mehr fahrbereit am Standstreifen liegen. Die Streife der Verkehrspolizei traf den Fahrer dort an; vorne links war der Wagen beschädigt, der vordere linke Reifen war kaputt, weshalb der Audi abgeschleppt wurde.
Ein 62-jähriger Brite schrieb man aufgrund seiner Fahrweise einen Alkotest zu; das Ergebnis lag bei 0,28 Promille. Da der Mann angab, mehrere Medikamente eingenommen zu haben, wurde zur Klärung der Fahrtauglichkeit trotzdem eine Blutentnahme angeordnet und von einem hinzugezogenen Arzt in den Räumen der Verkehrspolizei durchgeführt. Ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs wurde eingeleitet; der Führerschein des Briten wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft einbehalten. Zudem stellte sich heraus, dass er sich vor Kurzem seine britische Fahrerlaubnis neu ausstellen ließ, womit diese in Deutschland nicht gültig ist. Dem Mann war bekannt, dass er in den letzten sechs Monaten bereits zweimal wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis angezeigt worden war.
Da nicht ausgeschlossen ist, dass während der Fahrt weitere Verkehrsteilnehmende gefährdet wurden, bittet die Verkehrspolizei Ingolstadt alle, die durch die Fahrweise des silbernen Audi A2 mit EI-Kennzeichen gefährdet wurden oder eine unsichere Fahrweise bemerkt haben, sich unter der Telefonnummer 0841/9343-4410 zu melden.
Quelle: VP Ingolstadt / Foto-jonas-augustin-GPHl6IZW3Pc-unsplash

