(ka) Die Chefs von Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW halten am Standort Deutschland fest – und sehen Chancen, Produktion und Jobs hier wieder wachsen zu lassen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
BMW-Chef Milan Nedeljković glaubt an ein solides Fundament in Deutschland. Auf der Veranstaltung von Auto, Motor und Sport in Stuttgart betont er: Wenn man auf dem Fundament aufbaut, lässt sich die Zukunft gestalten. Und obwohl es um große Umbrüche geht, sei Deutschland durchaus attraktiv, was Startups und Investitionen angeht. Allerdings fehle es an der Bereitschaft, neue Ideen auch wirklich zu industrialisieren. Wenn gute Köpfe ihre Ideen hier entwickeln, bleiben sie oft nicht, sobald es um Umsetzung geht. Dieser Trend müsse früh erkannt und gegengesteuert werden – schließlich gehe es um Zukunftstechnologien und letztlich um Arbeitsplätze. Solche Entwicklungen funktionieren nur mit besseren Rahmenbedingungen.
Aus Sicht der Branche geht es um zwei zentrale Themen: Tempo und Kosten. VW-Chef Oliver Blume sagt, dass man jeden Tag genau darauf schaut, wie man schneller wird und gleichzeitig die Kosten im Griff behält. Man merke weltweit, dass andere Regionen voraus sind, und man müsse aus der Komfortzone raus und pragmatischer handeln. Kostenbereiche, die man zwar ungern angeht, müssen dennoch adressiert werden, um den Standort Deutschland wettbewerbsfähig zu halten.
Auch Mercedes-Chef Ola Källenius betont, dass die Autoindustrie erstaunliche Kreativität und Innovationskraft habe. Gleichzeitig müsse Deutschland die Kosten senken. Diese Erkenntnis sei in der Branche verbreitet – jetzt bräuchte es dieselbe Bereitschaft auch in Politik und Gesellschaft. Ohne entschiedene Schritte drohe das Kapital bei uns abzuwandern – auch Teile von Mercedes könnten betroffen sein.
Quelle: Pressemitteilung / DieBayern.de/ Foto von Lenny Kuhne auf Unsplash
