(ka) Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Gartenbauvereinen des Landkreises Eichstätt, darunter acht Kinder, folgten der Einladung des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege Eichstätt an den Rieder Weiher. Anne Fröhlich, Kreisfachberaterin für Gartenbau und Geschäftsführerin des Kreisverbandes, begrüßte die Anwesenden und freute sich, dass ihr Vorgänger im Amt, Peter Hecker, unter den Anwesenden weilte. War er es doch, der während seiner aktiven Arbeitstätigkeit diesen besonders schönen Ort am Rieder Weiher als Standort für den entstehenden Lehrgarten des Landkreises ausgewählt hatte.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die gemeinsame Gestaltung eines klimaangepassten und insektenfreundlichen Staudenbeets. Im Verlauf des Vormittags wurden rund 300 Stauden aus insgesamt 48 verschiedenen Arten gepflanzt. Bei mehr als die Hälfte von Ihnen handelt es sich um heimische Pflanzen, unter ihnen typische Arten der Region wie Kuhschelle, Kartäusernelke, Rundblättrige Glockenblume und Kriechender Günsel. Die ausgewählten Arten bieten nicht nur Nahrung und Lebensraum für spezialisierte Wildbienen und andere Insekten, sondern gelten zugleich als besonders robust, pflegeleicht und gut an die Herausforderungen des sich verändernden Klimas angepasst. Mitten im Beet wurde ein Sandarium angelegt, eine sehr schütter bewachsene Fläche mit offenen Boden, welche nicht nur Nistmöglichkeiten für bodenbrütende Wildbienen bietet, sondern auch von Eidechsen gerne genutzt wird. Wurzelstöcke, Lesesteine und alte Tonröhren bieten zudem gute Versteckmöglichkeiten. In kleinen Gruppen tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über moderne Pflanzkonzepte, biodiversitätsfördernde Gartengestaltung sowie Möglichkeiten zur Stärkung des Ehrenamts und des Vereinslebens aus. Ziel des Projekts ist es, Biodiversitätsförderung, Klimaschutz und die Aufwertung des Ortsbildes miteinander zu verbinden. Die Organisatoren hoffen, dass die im Zukunftsgarten vorgestellten Ideen und Konzepte weitere Gartenbauvereine, Kommunen und Privatpersonen dazu inspirieren, ähnliche Biodiversitätsbeete im Landkreis Eichstätt anzulegen.

Neben praktischen Tipps zur Anlage von Staudenbeeten und Biotopstrukturen bot die Veranstaltung auch Gelegenheit, den entstehenden Lehrgarten des Landkreises besser kennenzulernen. Hier sollen in den kommenden Jahren in Rahmen von Seminaren wichtige Impulse und Konzepte zu nachhaltiger und zukunftsweisender Grüngestaltung und Flächennutzung thematisiert und praktisch umgesetzt werden. Eine essbare Hecke und eine Käferwiege aus Totholzstämmen sind in den letzten Monaten schon entstanden. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten zudem die besondere Lage am Rieder Weiher für einen Spaziergang, beobachteten Gänse mit ihren Jungen oder lauschten dem eindrucksvollen Froschkonzert. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie nachhaltige Gartengestaltung, Umweltbildung und gemeinschaftliches Engagement miteinander verbunden werden können.

*Bildunterschrift: Glückliche Gesichter nach getaner Arbeit: Das neu entstandene Biodiversitätsbeet im Zukunfts-garten am Rieder Weiher sieht noch etwas schütter aus, wird aber in den kommenden Wochen und Monaten sich zu einer üppigen Blühlandschaft entwickeln. (Foto: Anne Fröhlich, Landkreis Eichstätt)

Quelle: Lkr. Eichstätt / Pressemitteilung – Manfred Schmidmeier

 

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