(ka) Renaturierung des Donauufers am Treidelweg zeigt erste positive Ergebnisse. Auf der neu angelegten Donauinsel hat sich ein Flussregenpfeifer-Paar niedergelassen. In Kürze beginnt das Brutgeschäft – eine klare Erfolgsgeschichte, weil diese Art nur auf offenen Kiesflächen in intakten Flussabschnitten brüt.

Da der Flussregenpfeifer auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten steht und Bestände rückläufig sind, hat das Umweltamt schnell reagiert und Schutzmaßnahmen während der Brutzeit veranlasst. Damit die Vögel ungestört ihre Jungen großziehen können, sollten Menschen und Hunde ihnen nicht zu nahe kommen. Daher wurden am Donnerstag, 21. Mai, rund um das Brutgebiet Schilder aufgestellt, die ein Betreten untersagen. Lagerfeuer in der Umgebung sind ebenfalls tabu. Das Betretungsverbot ist in den Vorschriften zum besonders geschützten Artenbestand im Bundesnaturschutzgesetz verankert.

Zum Pfingstwochenende hin möchte das Umweltamt Ausflügler auf die streng geschützte Vogelart aufmerksam machen und um Rücksicht bitten. Naturschutzwächter kontrollieren vor Ort die Einhaltung der Regeln. Ziel ist, dass Mensch und Tier gleichermaßen von dem renaturierten Bereich profitieren. Das abgesperrte Areal macht nur einen Teil des neuen Donauufers aus; wer die Natur genießen will, findet breites Uferlandschaft vor.

Das Treidelwegufer wurde von 2024 bis 2025 vom Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt auf rund 400 Metern zurückgebaut und renaturiert. Ziel ist es, die Lebensraumvielfalt zu erhöhen und die naturbelassene Inselfläche als Rückzugsort für Tiere und Pflanzen zu gestalten. Gleichzeitig soll die Zugänglichkeit und das Erleben der Donau für die Bevölkerung verbessert werden.

Quelle: Pressemitteilung / Stadt Ingolstadt