(ka) Am gestrigen Sonntagnachmittag (24.05.2026), gegen 16:25 Uhr stoppte die Verkehrspolizei Ingolstadt einen 29-jährigen Deutsch-Mazededonier aus Nürnberg. Er fuhr mit einem Hyundai TBI in Richtung Nürnberg auf der A9. Die Streife der Verkehrspolizei Ingolstadt gab ihm mittels Anhaltesignalgeber klare Anweisungen, dem Streifenwagen zu folgen. Der Fahrer versuchte mehrfach, trotz der Sichtbarzeichen zu überholen und der Kontrolle zu entgehen, konnte sich aber letztlich nicht durchsetzen. Er folgte dem Streifenwagen bis zur Anschlussstelle Denkendorf und machte sich dort auf dem Verzögerungsstreifen bemerkbar, woraufhin man ihn von der Fahrbahn holen wollte. Nachdem das vorausfahrende Polizeifahrzeug die A9 an der Ausfahrt verlassen hatte, zog der Hyundai etwa 5 Meter vor den Anpralldämpfern ruckartig wieder auf die Fahrbahn und versuchte erneut zu fliehen. Wieder war die Streife schneller, und so fuhr der Wagen schließlich zum Parkplatz Gelbelsee, wo die Kontrolle stattfinden konnte.

Der Fahrer gestand sofort, dass er keinen gültigen Führerschein mehr besitzt – er wollte die Kontrolle vermeiden. Aus den Daten ergab sich, dass ihm der Führerschein bereits 2021 aufgrund einer Drogensucht vom Amt endgültig entzogen worden war. Bei der Kontrolle zeigte sich zudem, dass das Fahrzeug ohne Wissens des Eigentümers benutzt wurde, was eine weitere Straftat darstellt. Auch vor Ort zeigten sich drogentypische Auffälligkeiten, weshalb ein Drogentest durchgeführt wurde. Das Ergebnis deutete auf vorherigen Konsum von Cannabis und Kokain hin. Deshalb wurde eine Blutentnahme angeordnet, die in den Räumen der Verkehrspolizei von einem hinzugezogenen Arzt durchgeführt wurde. Bei der Durchsicht des Fahrzeugs fand man außerdem eine geringe Menge Cannabis.

Nach Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft ordnete diese eine Wohnungsdurchsuchung beim Fahrer an. Die Schlüssel wurden ihm abgenommen und das Fahrzeug wurde verkehrssicher abgestellt. Der Mann wird sich demnächst vor der Ingolstädter Justiz für die ihm vorgeworfenen Straftaten verantworten müssen.

Quelle: VP Ingolstadt / Foto von Jonas Augustin auf Unsplash

 

WERBUNG