(ka) Die BAUER AG richtet sich darauf aus, in der nächsten Phase ihrer Entwicklung voranzugehen. Nach einer anspruchsvollen Zeit hat die Gruppe ihre wirtschaftliche und finanzielle Basis deutlich gestärkt und das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen. Das EBITDA betrug 234,7 Mio. EUR (+4,78 % gegenüber dem Vorjahr), das Ergebnis nach Steuern lag bei 12,5 Mio. EUR (+28,87 %). Gleichzeitig verbesserte sich die Eigenkapitalquote auf 32,6 Prozent (+9,4 pp zum Vorjahr), während die Netto-Finanzverschuldung auf 293 Mio. EUR (-28,0 % zum Vorjahr) zurückging.
Von der geplanten Investitionssumme von rund 500 Mio. EUR fließen 270 Mio. EUR bis 2030 in das Segment BAUER Maschinen. Das unterstreicht das klare Bekenntnis von BAUER zum Standort Deutschland, zur Region Schrobenhausen und zum Standort Aresing. BAUER Maschinen befindet sich in einer Neuausrichtung, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt wird. Diese Investitionen sind seit etwa einem Jahrzehnt überfällig und sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken.
In Aresing, der Region Schrobenhausen, sollen in den Jahren 2026 und 2027 substanzielle Mittel in moderne Infrastruktur investiert werden: in eine neue Logistik- und Produktionshalle sowie in ein Kunden- und Trainingscenter. Zusätzlich sind Investitionen in internationale Kunden- und Servicecenter geplant, zunächst in Italien, Großbritannien und den USA, um die Nähe zu den Kundinnen und Kunden zu erhöhen.
Die Gruppe soll in allen drei Segmenten – Maschinen, Spezialtiefbau und Resources – wachsen.
Die Investitionsagenda wird durch das langfristige Engagement der Mehrheitsaktionäre Doblinger getragen. Die Familie bekräftigt ihr Bekenntnis zur BAUER Gruppe und zur Weiterentwicklung des Unternehmens.
Parallel prüfen Vorstand und Aufsichtsrat, ob die Rechtsform der BAUER AG in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) geändert wird. Ein solcher Schritt könnte zu einer mittelstandstypischeren und effizienteren Organisations- und Führungsstruktur führen. Entscheidungsprozesse sollten vereinfacht und beschleunigt werden, damit strategische Maßnahmen und die Wachstumsagenda konsequent umgesetzt werden können.
„BAUER ist heute wirtschaftlich und finanziell stabil aufgestellt. Auf dieser Basis soll die Gruppe gezielt weiterentwickelt werden und wieder substanziell in ihre Zukunft investieren“, sagt Prof. Dr. Bömelburg, Aufsichtsratsvorsitzender der BAUER AG. „Die Investitionsagenda ist ein klares Bekenntnis zu unserer industriellen Stärke, zu unseren Standorten und zur langfristigen Entwicklung des Unternehmens. Die geplanten Investitionen sowie die angestrebte neue Rechtsform geben uns auch in Zeiten geopolitischer und wirtschaftlicher Herausforderungen eine neue mittelständische Schlagkraft.“
Für Mitarbeitende hätte ein möglicher Rechtsformwechsel keine Auswirkungen auf bestehende Arbeitsverhältnisse, Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen oder Mitbestimmungsrechte. Für Aktionärinnen und Aktionäre bliebe die wirtschaftliche Beteiligung am Grundkapital im Verhältnis 1:1 erhalten. Die Gesellschaft würde als dieselbe juristische Person in neuer Rechtsform fortbestehen.
Sollten Vorstand und Aufsichtsrat nach Abschluss der Prüfung einen Rechtsformwechsel befürworten, würde dieser der Hauptversammlung Ende Juli 2026 zur Entscheidung vorgelegt.
