(ka) Der Krankenhausplanungsausschuss des Freistaates Bayern hat wichtige Schritte zur Verbesserung der Krankenhausversorgung in Bayern eingeleitet. Dies betonte Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Mittwoch in München. Sie erklärte: „Die stationäre Krankenhausversorgung in Bayern ist gut aufgestellt. Wir verfügen über ein flächendeckendes Netz leistungsfähiger Einrichtungen, das wir mit den aktuellen Beschlüssen weiterentwickeln. Dies ist ein entscheidender Faktor für eine hohe Lebensqualität in Bayern.“

Gerlach erläuterte, dass die halbjährlichen Sitzungen des Krankenhausplanungsausschusses ein zentraler Bestandteil der Krankenhausplanung in Bayern sind. Dort werden grundlegende Entscheidungen zur Zukunft der Krankenhausversorgung getroffen, zusammen mit den direkt beteiligten Akteuren in Bayern.

Die Ministerin fügte hinzu, dass die neuen Beschlüsse des Ausschusses den Weg für bauliche Anpassungen in mehreren somatischen Krankenhäusern ebnen und die Behandlungskapazitäten an einigen Standorten erweitern werden.

Folgende Kliniken haben den Bedarf für Baumaßnahmen anerkannt bekommen:

– Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg (772 Betten, 29 Plätze)
– Krankenhaus Neuwittelsbach (150 Betten, 20 Plätze)
– Kreisklinik Bad Reichenhall (300 Betten)
– Klinikum Starnberg (Neubau mit 430 Betten, 18 Plätze)
– Klinikum Bamberg – Betriebsstätte am Bruderwald (1.090 Betten, 101 Plätze)
– Klinikum Würzburg Mitte (550 Betten)
Klinikum St. Elisabeth Neuburg (285 somatische Betten)
– Klinikum Immenstadt (230 Betten)
– Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg (380 Betten)

Damit wurden die Voraussetzungen für die Einleitung entsprechender Verfahren zur Finanzierung baulicher Maßnahmen durch den Freistaat geschaffen. Zudem wurde die Anzahl der Planbetten an der m&i -Fachklinik Herzogenaurach um 8 auf 40 erhöht.

Das Klinikum Nürnberg Betriebsstätte Süd hat besondere Aufgaben als Zentrum für Intensivmedizin zugewiesen bekommen, was auch die Grundlagen für entsprechende Vergütungszuschläge schafft.

Außerdem wurde der Klinik am Birkenwald in Nürnberg die Fachrichtung Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie anerkannt.

Wie in den vergangenen Jahren wächst auch das Angebot im Bereich Psychosomatik. Die Anzahl der Planbetten wurde für die Schön Klinik Berchtesgadener Land (15 Betten), die Psychosomatische Klinik Kloster Dießen (7 Betten), die Schön Klinik Roseneck – Haus Prien (26 Betten) und den Medical Park Chiemseeblick (22 Betten) erhöht. Die Simssee Klinik Bad Endorf erhielt eine Planbettenerweiterung (21 Betten) und den Zuschlag für eine Tagesklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (24 Plätze). Außerdem wurde die Anzahl der teilstationären Plätze an der KIRINUS Tagesklinik am Rosenaupark in Nürnberg auf 48 erhöht.

Der KPA hat zudem die erste Fortschreibung der Planungsgrundsätze für Thrombektomiestandorte beschlossen. Die seit dem 01.07.2023 geltenden Grundsätze werden an die aktuellen Entwicklungen angepasst, die durch Änderungen der Zertifizierungskriterien der deutschen Schlaganfallgesellschaft (DSG) für überregionale Stroke Units nötig wurden. Insbesondere steigt die Mindestfallzahl an Thrombektomien von 35 auf 50, um eine hochwertige Versorgung sicherzustellen. Diese Fortschreibung tritt am 01.07.2026 in Kraft.

Im Bereich der Erwachsenenpsychiatrie wurde beschlossen, ein tagesklinisches Behandlungsangebot mit 25 Plätzen am Bezirksklinikum Mainkofen zu schaffen. Zudem wurde der Sozialstiftung Bamberg auf Antrag zusätzliche Kapazitäten von 25 Betten am Standort Bamberg sowie zehn in Forchheim genehmigt.

In seiner 157. Sitzung hat der Bayerische Krankenhausplanungsausschuss den Antrag des Kommunalunternehmens Bezirkskliniken Schwaben einstimmig gebilligt, der eine Gesamtbedarfsfeststellung sowie eine Erweiterung um 38 vollstationäre Betten und 20 teilstationäre Plätze am Bezirkskrankenhaus Augsburg vorsieht. Damit soll ein zukunftsweisendes Gesamtkonzept für die voll- und teilstationäre Versorgung etabliert werden, das sowohl die Notfall- und Akutversorgung als auch die psychiatrische Elektivversorgung verbessert.

Im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde dem AMEOS Klinikum St. Elisabeth Neuburg eine Erweiterung um neun Betten und zehn Plätze genehmigt.

Der Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung in Bayern schreitet ebenfalls voran: Am Klinikum Passau wurde der Bedarf für zwei weitere Betten und an der Sana Klinik Bad Kötzting für vier weitere Betten auf der Palliativstation festgestellt.

Die Ministerin erklärte: „Mit den getroffenen Entscheidungen stärken wir das stationäre Angebot in Bayern und passen es gezielt an die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten an. Ich danke allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit und insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der rund 400 bayerischen Krankenhausstandorte, die trotz herausfordernder Bedingungen täglich für die Menschen in Bayern da sind!“

Quelle: Pressemitteilung /Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention – Bettina Dobe /  Bild von Ralph auf Pixabay

 

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