(ka) „Der Cube soll ein offener Treffpunkt für Studierende sein und ihnen die Möglichkeit geben, sich aktiv einzubringen“, so kommentierte THI‑Chef Prof. Walter Schober bei der Eröffnung. „Hier finden die Studierenden Platz, um Ideen umzusetzen, gemeinsam Projekte voranzubringen und Hochschulleben mitzugestalten.“
Der Neubau im nordöstlichen Campusbereich, direkt neben Bauteil C, bündelt auf 726 Quadratmetern Nutzfläche eine Fülle von studentischen Angeboten an einem Ort. Künftig ziehen hier die Büros der Studierendenvertretung ein, es gibt Räume für verschiedene studentische Vereine und zwei Werkstätten des Rennteams Schanzer Racing Electric. Dazu kommen ein Selbstlernraum, ein Seminarraum, eine Cafeteria und der neue Raum der Stille – eine ruhige Anlaufstelle für Studierende.
Mit dem Neubau reagiert die THI auf wachsende Bedürfnisse studentischer Initiativen. Bislang waren Vertretung, Vereine und das Rennteam in Containeranlagen untergebracht, die langfristig weder genug Platz noch passende Bedingungen boten. Die Mittel stammen aus der „Hightech Agenda Bayern“ des Bayerischen Wissenschafts- und Kunstministeriums. Die Bauweise mit zwei Dritteln Modulbau sorgt zudem dafür, dass weniger Flächen versiegelt werden. Unter dem Gebäude liegt ein Stück der alten Ingolstädter Festungsmauer, deshalb konnte man auf einen Keller verzichten und die historische Struktur schützen.
Geplant hat das dreigeschossige Gebäude das Staatliche Bauamt Ingolstadt, das schon 2024 mit der Eigenplanung begann. Anfang 2025 gingen die Bauarbeiten los – in enger Abstimmung aller Beteiligten. Ende März 2026 wurde das Gebäude an die THI übergeben und bezogen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 4,7 Millionen Euro. Generalunternehmer ist die Firma SÄBU Holzbau, die Planung und Umsetzung betreute.
Baulich setzt der Cube auf Langlebigkeit und Nachhaltigkeit. Das Erdgeschoss ist massiv gebaut, Ober- und Dachgeschosse bestehen aus Holzmodulen. Die modulare Bauweise hat eine zügige Bauzeit ermöglicht. Die Fassade schützt sich durch eine Lasur aus nordischer Fichte, die langfristig halten soll. Eine Photovoltaikanlage und ein extensiv begrüntes Dach runden das Konzept ab.
Auch bei der Ausstattung wurden robuste, nachhaltige Materialien gewählt: In den Büroräumen liegt Kautschukboden, die Flächen von Schanzer Racing Electric haben eine widerstandsfähige Epoxidharzbeschichtung. Beheizt wird das Gebäude über Fernwärme, eine herkömmliche Lüftungsanlage ist nicht nötig – Frischluft kommt über mehrere Fenster. Innenliegende Vorhänge und außenliegende Raffstores helfen, die Räume auch im Sommer kühl zu halten. Für die Mobilität der Zukunft wurden an den angrenzenden Parkplätzen schon Leitungen für später geplante E-Ladesäulen verlegt.
Bei der Einweihung waren neben THI‑Präsident Schober auch Ministerialdirigent Dr. Tobias Haaf vom Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Jens Herbst (kommissarischer Bereichsleiter Hochbau des Staatlichen Bauamts Ingolstadt) sowie der Studierendenvertretungssprecher Elmar Lienerth dabei. Nach Grußworten wurde der Gebäudename bekanntgegeben und der Neubau offiziell gesegnet.
Quelle: Technische Hochschule Ingolstadt / Pressemitteilung – Simone Ketterl, M. A.
