
(ka) Die Inflation in Bayern legte im April auf 2,9 Prozent zu – laut vorläufigen Zahlen des Landesamts für Statistik in Fürth steigt sie damit um 0,1 Prozentpunkte gegenüber März und erreicht den höchsten Wert seit Dezember 2024.
Haupttreiber sind Heizöl und Kraftstoffe: Auf Jahressicht stiegen die Preise um 47,4 bzw. 26,4 Prozent und lagen auch etwas höher als im März. Ohne diese beiden Bereiche wäre die Inflation bei nur 2,0 Prozent gelegen.
Strom und Gas waren im Vergleich zum Vorjahr deutlich günstiger: Strom sank um 6 Prozent, Gas um 4,2 Prozent. Offenbar wirken sich hier noch nicht die Folgen des Iran-Konflikts aus.
Die Preise für Nahrungsmittel dämpfen die Inflation etwas: Sie lagen insgesamt nur 1,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Es gibt aber große Unterschiede hinter dieser Durchschnittsnummer. Butter und Quark waren mehr als 20 Prozent billiger. Olivenöl gar um gut 12 Prozent. Ganz anders sah es bei Kaffee aus: Hier stiegen die Preise um über 15 Prozent. Brot und Brötchen legten um 3,7 Prozent zu, Fleisch und Fleischwaren um 4,1 Prozent, Fisch und Meeresfrüchte um 5,3 Prozent. Obst und Gemüse legten mit 2,6 bzw. 1,8 Prozent unter dem Schnitt zu.
Pauschalreisen rentierten sich um 3,5 Prozent weniger. Bei den Wohnkosten stiegen die Nebenkosten stärker als die Mieten: +3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während Mieten insgesamt um 2,1 Prozent zulegten. In der Gastronomie und bei Beherbergungsdienstleistungen kamen nochmals 3,6 Prozent dazu, wobei Übernachtungen mit knapp 4,7 Prozent den Gesamtwert angetrieben haben.
Das Landesamt in Fürth hat zudem ermittelt, wie sich wichtige Energieträger seit 2020 verteuert haben: Insgesamt stieg Energie um 55 Prozent. Heizöl verzeichnete den größten Sprung von 168,7 Prozent, Erdgas +80,7 Prozent, Kraftstoffe +73,4 Prozent und Brennholz bzw. Holzpellets +61,5 Prozent. Strom stieg dagegen „nur“ um 13,7 Prozent. An den Anschaffungspreisen spielte auch eine Rolle, dass Ölpreise 2020 während der Corona-Krise extrem niedrig waren.
Quelle: Pressemitteilung / DieBayern.de / Bayerisches Landesamt für Statistik / Bild von Alexandra_Koch auf Pixabay
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