(ka) Die hohen Spritpreise schlagen sich offenbar im Tankverhalten der Menschen nieder. Das zeigen Umsatzzahlen der Tankstellen, die das Bayerische Landesamt für Statistik veröffentlicht hat. Nominell lag der Umsatz zwar fünf Prozent höher, doch bereinigt um die gestiegenen Preise sank er im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,1 Prozent.

Die Umsatzzahlen umfassen nicht nur Spritverkauf, sondern auch den Umsatz aus Tankstellenshops. Wieviel davon tatsächlich auf Benzin und Diesel entfällt, ist aber der Großteil. Die deutliche Rückläufigkeit beim preisbereinigten Umsatz deutet darauf hin, dass im März weniger getankt wurde.

Nach Kriegsbeginn im Iran Ende Februar sind die Spritpreise stark gestiegen. Im März kostete Diesel laut ADAC im bundesweiten Durchschnitt rund 44 Cent mehr als im Februar, Super E10 etwa 26 Cent mehr. Auch gegenüber dem Vorjahr lagen die Steigerungen in ähnlicher Größenordnung.

Zu den bundesweiten Umsätzen gibt es noch keine Zahlen. Es ist aber anzunehmen, dass der Effekt auch außerhalb von Bayern sichtbar war.

Aktuell ziehen die Spritpreise in Deutschland weiter an. Laut ADAC betrug der durchschnittliche Preis für Super E10 am Montag bundesweit 2,102 Euro pro Liter – ein Zuwachs um 0,3 Cent und der sechste Anstieg in Folge. Diesel stieg im gleichen Zeitraum um 0,4 Cent auf 2,199 Euro pro Liter.

Auch am Dienstag deuteten die mittäglichen Preisrückgänge und -anstiege darauf hin, dass Benzin und Diesel teurer wurden als zur selben Zeit am Vortag. Das passt zur anhaltenden Aufwärtsbewegung beim Ölpreis, der am Dienstag weiter stieg.

Quelle: Pressemitteilung /  DieBayern.de / ADAC Bayern / Bild von IADE-Michoko auf Pixabay