(ka) Audi-Cahrer Döllner sieht China trotz herausforderndem Umfeld als wichtigsten Wachstumsmarkt für das Premium-Geschäft. Der Premium-Absatz wachse weltweit eigentlich fast nur noch in China, sagte Döllner bei der Pekinger Automesse der Deutschen Presse-Agentur.

Der chinesische Premiummarkt dürfte in den nächsten zehn Jahren um rund 40 Prozent zulegen. Im Rest der Welt bleibe das Premiumsegment eher ruhig. Gleichzeitig werde der Wettbewerb in China deutlich härter. Neue chinesische Hersteller positionieren sich erfolgreich im Premiumbereich. Audi sei damit wieder in der Lage, als Herausforderer anzutreten und den Wettbewerb anzunehmen.

Gleichzeitig räumte Döllner ein, dass Audi in China noch aufholen müsse. Der Umbau der Marke mit den vier Ringen Richtung NEV stand noch vor größeren Schritten. NEV bezeichnet in China Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, vor allem reine Elektroautos und Plug-in-Hybride.

Audi verfolgt in China zwei Wege. Zum einen die klassische Marke mit den vier Ringen, zum anderen die neue Schwestermarke AUDI, die ohne das traditionelle Logo auskommt und gemeinsam mit dem chinesischen Partner SAIC entwickelt wird. Die Einführung dieser Schwestermarke sei eine mutige und riskante Entscheidung gewesen, so Döllner. Sie sei intensiv diskutiert worden. Heute zeigt sich allerdings, dass Audi damit neue Kunden erreicht und in ein Segment vordringt, das die Hauptmarke mit den vier Ringen so nicht bedient.

Quelle: Pressemitteilung / DieBayern.de / Copyright 2026, dpa / Bild von Jean Luc (Jarrick) auf Pixabay