(ka) Die ersten Bauarbeiten für das Nahwärmenetz in der Innenstadt von Eichstätt haben bereits begonnen. Seit Mitte April sind Bagger am Seminarweg im Einsatz, um einen Ersatzparkplatz für die Diözese Eichstätt zu schaffen. Dieser Schritt ist der Auftakt zu einem bedeutenden Projekt für die Energiewende und den Klimaschutz in der Region.

Was umfasst das Nahwärmenetz Innenstadt? – Es wird rund 40 Gebäude, viele davon denkmalgeschützt, in der Eichstätter Innenstadt an erneuerbare Energien anbinden. Dies wird durch zahlreiche Behörden und Institutionen, die ihre Liegenschaften an das Nahwärmenetz der STADTWERKE anschließen, ermöglicht. Zu diesen gehören die Stadt Eichstätt, das Landratsamt, die Diözese, das staatliche Bauamt Ingolstadt und die Stiftung Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt. Um die Fürstbischöfliche Residenz und die Gebäude der früheren Maria-Ward-Realschule künftig nachhaltig zu beheizen, werden die STADTWERKE ein drittes Heizwerk im Stadtgebiet errichten. Der geeignete Standort wurde bereits festgelegt: hinter dem alten Feuerwehrhaus am Residenzplatz, direkt außerhalb des Stadttores.

Das zukünftige Heizwerk befindet sich derzeit auf einem Parkplatz, der von der Diözese als Stellplatz für Mitarbeiter und Besucher genutzt wird. Daher haben die Diözese, die STADTWERKE und die Stadtverwaltung beschlossen, dass die STADTWERKE das Grundstück von der Diözese erwerben, um dort das Heizwerk zu bauen. Gleichzeitig werden die STADTWERKE einen Ersatzparkplatz am Seminarweg in Richtung Altmühl einrichten, um den Verlust der Stellplätze auszugleichen.

Thomas Schäfers, Amtschef, bezeichnete den neuen Parkplatz als eine gute Lösung und einen wichtigen Schritt für das Nahwärmenetz. Er betonte, dass die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu einem positiven Ergebnis führe, das eine nachhaltigere Beheizung der Gebäude ermögliche.

Der Ersatzparkplatz wird etwa 100 Stellplätze bieten, die von der Diözese verwaltet werden. Dadurch erhält die Diözese zunächst mehr Parkmöglichkeiten als zuvor. Im Gegenzug entfällt die Nutzung von 20 Sonderparkplätzen auf dem Leonrodplatz, wodurch dieser der Allgemeinheit zugutekommt.

Die Diözese und die Stadt Eichstätt haben vereinbart, dass der Parkplatz an Wochenenden oder freien Tagen für bis zu 10 Veranstaltungen im Jahr von der Stadt gemietet werden kann. Dies ermöglicht zusätzlich parkraum für große Festlichkeiten oder Events im Alten Stadttheater.

Eine Herausforderung bei der Planung des Parkplatzes war, dass das Gelände im hochwassergefährdeten Bereich und im Außenbereich entlang der Altmühl liegt. Daher konnten nur minimale bauliche Veränderungen genehmigt werden, sodass beispielsweise keine E-Lade-Säulen installiert werden können. Um dennoch die Ökologie zu berücksichtigen, wird die gesamte Entwässerung auf der Parkplatzfläche selbst erfolgen, wodurch der Versiegelungsgrad minimiert wird.

Sobald der Ersatzparkplatz fertig ist, können die Mitarbeiter und Besucher der Diözese den bisherigen Parkplatz an der Stadtmauer räumen, und die Bauarbeiten für das Heizwerk können beginnen, voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027.

Quelle: Pressemitteilung / Stadt Eichstätt / Foto: Stadt Eichstätt