
(ka) Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am Mittwoch, dem 22. April, die Projekte der ersten Tranche des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) genehmigt. So bekommen viele Städte und Gemeinden in ganz Deutschland dringend benötigte Unterstützung für die Sanierung und Modernisierung ihrer Sportinfrastruktur. Schon in der ersten Antragsrunde zeigte sich der enorme Bedarf: Über 3.600 Projektanträge mit einem Volumen von mehr als 7,5 Milliarden Euro wurden eingereicht. Zur Verfügung standen 333 Millionen Euro – eine Verzahnung von rund 21 zu 1.
Der DOSB begrüßt, dass die Koalition Mittel aus dem Sondervermögen Sport mobilisiert hat, auch wenn das Bund-Land-Verhältnis hier nicht primär eindeutig ist. Zugleich weist der DOSB darauf hin, dass die vorhandenen Mittel längst nicht ausreichen, um den Sanierungsstau abzubauen. Für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der Förderlinie sieht der DOSB weiteren Handlungsbedarf.
Zusätzlich zur aktuellen Projektauswahl kam am 20. März 2026 ein weiterer Förderaufruf innerhalb des SKS-Programms hinzu, der speziell kommunale Schwimmbäder adressiert. Dafür stehen 250 Millionen Euro bereit. Gefördert werden vor allem Sanierung, Modernisierung und Maßnahmen zur Barrierefreiheit. Anträge können noch bis zum 19. Juni 2026 eingereicht werden.
Damit aus einer echten „Sportmilliarde“ mehr wird, fehlt noch ein entscheidender Schritt: Der Sanierungsstau in der Sportinfrastruktur bleibt enorm. Daher müssen auch 2027 zusätzliche Mittel aus dem Sondervermögen für die Sanierung von Sportstätten bereitgestellt werden. Gleichzeitig sollten die Länder, die ohnehin für die Förderung der Sportstätten zuständig sind, eine echte Investitionsoffensive starten.
Geförderten Projekte aus der Region:
Rohrbach – Ersatzneubau von Vereinsheim und Fußballplatz im Sportzentrum in Rohrbach – Wert: 788.765,37 €
Schernfeld – Sanierung der Turnhalle in Schernfeld – Wert: 517.500,00 €
Quelle: Pressemitteilung / Deutscher Olympischer Sportbund e.V. – DOSB Redaktion / Bild von Alexander Fox | PlaNet Fox auf Pixabay

