(ka) Der Deutsche Gewerkschaftsbund ruft zum Tag der Arbeit bundesweit zu hunderten Kundgebungen auf. Zum 1. Mai sind in Bayern 77 Veranstaltungen geplant.

Viele Unternehmen investieren zu wenig und scheuen klare Verantwortung – und das in einer Zeit, in der Arbeitsplätze ins Wanken geraten und Standorte infrage stehen. Gleichzeitig wird von Arbeitgebern und Politik eine Verlängerung der Arbeitszeiten, mehr Flexibilität zulasten der Belegschaften und Einschränkungen bei der sozialen Sicherheit gefordert. Für viele Beschäftigte bedeutet dies eine spürbare Mehrbelastung. Für den DGB Bayern gilt dagegen: Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Interessen der Beschäftigten wieder in den Mittelpunkt rücken.

Der Vorsitzende des DGB Bayern, Bernhard Stiedl, erklärt: „Die Sicherheit unserer Arbeitsplätze muss oberste Priorität haben, insbesondere in Anbetracht der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Im Freistaat sind bereits zehntausende Industriearbeitsplätze verloren gegangen, und weitere sind massiv unter Druck geraten – von der Automobilzulieferindustrie über den Maschinenbau bis hin zu energieintensiven Betrieben. Die Beschäftigten in Bayern dürfen nicht diejenigen sein, die für Krisen, Strukturwandel und politische Versäumnisse die Zeche zahlen.“

Stiedl zufolge ist ein deutlich stärkerer und verbindlicherer Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften im Freistaat erforderlich, um gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. „Wir erwarten von der Bayerischen Staatsregierung, dass sie industriepolitische Leitplanken setzt, und von den Unternehmen ein klares Bekenntnis zu ihren bayerischen Standorten.“

Prominente Rednerinnen und Redner der Kundgebungen aus dem Bezirk Bayern sind:

Horst Ott (Bezirksleiter IG Metall Bayern): Ingolstadt

Heike Stoffels (Regionalleiterin IG BAU Bayern): Kösching – Kundgebung im Amberger Saal in Kösching.

Quelle: Pressemitteilung / Deutscher Gewerkschaftsbund – Bezirk Bayern – PM 32 / Foto 

 

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