(ka) Kleines Jubiläum – großes Geld: Auch wer den Jahrestag der Städtebauförderung nicht groß feiert, freut sich über die Unterstützung von Bund und Freistaat für Bayerns Kommunen. Bauminister Christian Bernreiter macht die Größenordnung deutlich: mehr als 264 Millionen Euro für 478 Städte und Gemeinden – das ist Rekord. Rund 47 Millionen fließen davon nach Oberbayern in 120 Kommunen. Die Bundesregierung erhöht ihren Anteil spürbar, Bayern legt denselben Betrag obendrauf. Das entlastet die kommunalen Haushalte und kommt direkt vor Ort an. Die Städtebauförderung bleibt eine Erfolgsgeschichte und bleibt künftig ein wichtiges Instrument für eine gute Stadtentwicklung in allen Regionen.

Mit der Förderung schaffen Städte und Gemeinden über das Programm „Lebendige Zentren“ attraktive Ortskerne und lebendige Wohnräume. Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ hilft, Bauwerke und öffentlichen Raum an neue Bedürfnisse anzupassen. Und „Sozialer Zusammenhalt“ zielt darauf ab, Wohn- und Lebensqualität zu erhöhen, Vielfalt in den Quartieren zu fördern und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft zu stärken.

„Unsere Zuschüsse unterstützen die bayerischen Kommunen bei der Weiterentwicklung ihres Baubestands – das ist das Kernprinzip der Städtebauförderung“, erläutert Bernreiter. „Straßen, Plätze und Gebäude sind volkswirtschaftlich gesehen eine solide Wertanlage. Dazu beitragen, dieses Vermögen zu pflegen, zu reparieren und an neue Lebenslagen anzupassen, bedeutet verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen. Unsere Kinder und Enkel werden es uns danken.“

Besonders positiv: Die kommunalen Nachweispflichten gegenüber dem Bund wurden reduziert. „Wir möchten, dass sich die Verwaltungen auf das Wesentliche konzentrieren können: Lebenswerte Stadt- und Ortskerne schaffen und erhalten“, so Bernreiter. „Daraus folgt eine konsequente Bürokratieentlastung: Mit der Städtebauförderung geht es jetzt noch direkter und unkomplizierter.“

Die Stadt Eichstätt plant, den leerstehenden Bahnhof umfassend zu sanieren und vielseitig umzunutzen. Im Erdgeschoss soll ein Veranstaltungssaal entstehen, dazu ein Kiosk. Oben übernehmen Volkshochschule und Musikschule die Räume. Im Untergeschoss entstehen Bandproberäume. Die Maßnahme belebt das Gebäude wieder und stärkt zugleich die Spitalvorstadt. Außerdem reduziert sie den Flächenverbrauch, weil vorhandene Bausubstanz sinnvoll genutzt wird.

In Hofstetten wird im Zuge der Ortskernsanierung der ehemalige Pfarrhof wiederbelebt. Seit 2018 leerstehend, wird das Gebäude saniert und erweitert, um dringend benötigte Nutzungen zu ermöglichen. Im Erdgeschoss entsteht künftig eine Arztpraxis, im Ober- und Dachgeschoss sollen Wohnnutzungen entstehen – unterstützt durch die Förderinitiative „Leerstand nutzen – Lebensraum schaffen“. So wird die Ortsmitte nachhaltig belebt und gestärkt.

In Bayern fördern drei Bund-Länder-Programme der Städtebauförderung – „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ – insgesamt 478 Kommunen. Zusammen mit den Mitteln der Gemeinden stehen mehr als 344 Millionen Euro für die Projekte bereit. Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Akteure können sich einbringen – ihr Engagement ist wesentlich für den Erfolg.

Die Förderung tritt vorbehaltlich des Inkrafttretens der Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung 2026/2027 nach der Gegenzeichnung aller 16 Bundesländer in Kraft.

Ein Teil der Geförderte Gemeinden und Maßnahmen in Ober/Bayern und der Region – Programmteil „Lebendige Zentren“: 

Beilngries             Altstadt                          200.000 Euro

Denkendorf         Ortskern                           90.000 Euro

Eichstätt               Altstadt                       2.640.000 Euro

Eitensheim          Ortsmitte                          40.000 Euro

Geisenfeld            Ortskern                         240.000 Euro

Ingolstadt             Altstadt                       1.080.000 Euro

Neuburg a.d.Donau,  Obere Altstadt         80.000 Euro

Neuburg a.d.Donau,  Untere Altstadt        40.000 Euro

Pfaffenhofen a.d.Ilm,  Altstadt                  480.000 Euro

Programmteil Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten:

Manching                    Donaufeldsiedlung                                56.000 Euro

Neuburg a.d.Donau   Ostend                                                    40.000  Euro

Neuburg a.d.Donau   Schwalbanger/Neufeld/Bahnhof      40.000  Euro

Kelheim,                       St Stadtkern                                          720.000 Euro

Programmteil „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“:

Dollnstein               Altort und Bahnhofsbereich          30.000  Euro

Hofstetten              Lechrain                                             851.000 Euro

Ingolstadt               UG Weinzierlgelände                      720.000 Euro

Quelle: STMB Bayern / Pressemitteilung – Simon Schmaußer / Bild von Hans auf Pixabay