
(ka) Im Prozess heute Donnerstag (26.03.2026) am Landgreicht München um den Finanzskandal im katholischen Bistum Eichstätt bestreiten die beiden Angeklagten die Vorwürfe. In dem Verfahren geht es um rund 60 Millionen US-Dollar, spekulative Immobilieninvestments und Bestechung. Die umstrittenen Anlageprojekte der Diözese seien keineswegs von Anfang an wertlos gewesen, betonte die Verteidigerin eines der angeklagten Immobilienentwickler im Opening Statement. Investitionen seien eher gescheitert, weil das Bistum sein Kapital zu früh abgezogen habe.
Auch der frühere stellvertretende Finanzdirektor des Bistums wies die Vorwürfe gegen ihn über seinen Anwalt zurück. Er habe sich stets an die Anlagestrategie gehalten und diese sei nie als besonders riskant durchgegangen. Sein Vorgesetzter sei immer informiert gewesen.
Die Verteidiger beider Angeklagter plädieren dafür, dass nach dem öffentlichen Aufschrei über Verschwendung und die „goldene Badewanne“ im Bistum Limburg riskantere Geschäfte nicht mehr ins Bild der Diözese passten, die sich mehr Transparenz auf die Fahnen schrieb. Zudem bemängelten die Anwälte, dass die Ermittlungen und die Verfahren sich über Jahre hingezogen hätten.
Einer der Angeklagten soll ungesicherte Darlehen vergeben und dafür Beteiligungen sowie Bestechungsgelder angenommen haben. Sein Anwalt hatte die Untreuevorwürfe in der Vergangenheit bereits mehrfach zurückgewiesen und betont, dass die Bistumsleitung selbst riskante Geldanlagen gefordert habe, um hohe Renditen zu erzielen.
Die Verhandlung stockte, weil einer der Angeklagten zu Jahresbeginn krankheitsbedingt nicht zum Prozessauftakt erscheinen konnte. Kurzzeitig lag sogar ein Haftbefehl gegen den Mann in der Luft.
Quelle: Pressemitteilung / Antenne Bayern / BR / Radio IN / Bild von Dieter Ludwig Scharnagl auf Pixabay
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