(ka) Im Freistaat Bayern sind die Verbraucherpreise im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,1 Prozent gestiegen, wie das Bayerische Landesamt für Statistik am Freitag mitteilte. Lebensmittel kosten derzeit 3,0 Prozent mehr als vor einem Jahr, während Energie um 3,7 Prozent günstiger geworden ist. Gegenüber dem Vormonat Juli sind die Preise im August leicht um 0,1 Prozent gestiegen.
Die Inflationsrate, die die prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindexes im Vergleich zum Vorjahresmonat misst, liegt wie bereits erwähnt bei 2,1 Prozent. Die Kerninflationsrate, die Nahrungsmittel und Energie ausschließt und oft in öffentlichen Diskussionen erwähnt wird, beträgt 2,6 Prozent und liegt damit deutlich über der Gesamtinflation. Im Vergleich zum Vormonat Juli blieb die Kerninflation im Freistaat unverändert.
Im September beginnt in Bayern das neue Schuljahr, wofür Schüler neben Schulranzen auch Schreibwaren benötigen. Die Preise für diese Artikel sind im August im Vergleich zum Vorjahr zum Teil erheblich gestiegen: Papierprodukte wie Schulhefte und Zeichenblöcke kosten 3,6 Prozent mehr, während Schreib- und Zeichenmaterialien wie Kugelschreiber und Bleistifte um 1,5 Prozent teurer sind. Schulranzen sind hingegen um 2,5 Prozent günstiger geworden. Süßigkeiten für die Schultüte sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent teurer.
Im August mussten die Verbraucher deutliche Preissteigerungen bei Lebensmitteln hinnehmen (plus 3,0 Prozent im Jahresvergleich). Im Vergleich zum Juli stiegen die Preise um 0,4 Prozent. Obst wurde um 8,1 Prozent teurer, während Gemüse im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent günstiger wurde. Fleisch und Fleischwaren verteuerten sich um 4,0 Prozent, Molkereiprodukte und Eier um 3,8 Prozent, und Butter kostete 6,4 Prozent mehr. Hingegen sind Olivenöl (minus 31,4 Prozent) und Zucker (minus 25,3 Prozent) aktuell deutlich günstiger.
Die Energiepreise lagen im August um 3,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Besonders Heizöl wurde mit einem Preisrückgang von 7,3 Prozent deutlich günstiger. Auch Strom (minus 3,0 Prozent) und Erdgas (minus 1,9 Prozent) sind im Preis gefallen. Kraftstoffe kosten ebenfalls 4,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, während Brennholz und Holzpellets sich um 1,1 Prozent verteuert haben.
Im Vergleich zum Vormonat Juli wurde das Tanken um 0,9 Prozent günstiger. Die Preise für Brennholz und Holzpellets stiegen um 1,6 Prozent, während Erdgas um 0,2 Prozent und Strom um 0,1 Prozent leicht teurer wurden. Heizöl hingegen verbilligte sich im Vergleich zum Vormonat um 4,4 Prozent.
Die Statistikbehörde erläutert, dass die Mietpreise ohne Nebenkosten leicht über dem Gesamtindex liegen: Die Wohnungsmieten sind im August im Jahresvergleich um 2,2 Prozent gestiegen.
Quelle - Bayerisches Landesamt für Statistik / Pressemitteilung / Inflation-Bild von Alexandra_Koch auf Pixabay.de
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