AOK-Umfrage: Mangelnde Vernetzung der Gesundheitsakteure

AOK-Umfrage: Mangelnde Vernetzung der Gesundheitsakteure

(ml) Gerade in der Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die Vernetzung im Gesundheitswesen sei. Doch die Koordination zwischen den Akteuren klappt bisher nicht optimal. So bewertet mehr als die Hälfte der Menschen in Bayern (52,1 Prozent) die Abstimmung der Therapie zwischen Arztpraxen, Krankenhäusern sowie Pflege- und Reha-Anbietern als eher schlecht oder sehr schlecht. Nur jeder Fünfte (21,3 Prozent) bezeichnet die Zusammenarbeit als eher gut oder sehr gut. Insgesamt sind allerdings 71,6 Prozent der Menschen im Freistaat mit der medizinischen Versorgung vor Ort zufrieden – und damit etwas mehr als im Bundesdurchschnitt (70 Prozent).

Dies zeigt eine repräsentative Online-Umfrage im Auftrag der AOK. Mangelnde Koordination zwischen den Gesundheitspartnern gehört für die Befragten neben Personalengpässen und fehlenden finanziellen Mitteln zu den größten Hindernissen für eine bessere Versorgung. Als Gründe für die schlechte Abstimmung nennen sie fehlende digitale Vernetzung (52,3 Prozent), finanzielle Interessen (50 Prozent) und zu wenig fachlicher Austausch (49,4 Prozent).

„Um die Versorgungsqualität zu optimieren, brauchen wir sektorenübergreifende Versorgungspfade mit konsequenter Patientenorientierung“, sagt Dr. Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern. Dazu benötigten Krankenkassen und Leistungserbringer allerdings mehr Spielräume bei der vertraglichen Gestaltung. „Auch die Nutzung digitaler Innovationen kann einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen leisten“, so Dr. Stippler.

Hohe Behandlungsqualität steht für die Befragten bei der Gesundheitsversorgung an erster Stelle (43,9 Prozent). Weitere wichtige Aspekte sind der schnelle Zugang zur Versorgung (17,3 Prozent) sowie stabile und bezahlbare Beiträge (17 Prozent). Hier sehen die Bayern vor allem die neue Bundesregierung in der Pflicht. So stimmten knapp 85 Prozent der Befragten der Aussage zu, die Politik müsse dafür sorgen, dass die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen stabil bleiben.

Quelle - Pressemitteilung AOK Bayern -Michael Leonhard / Bildsymbol-geralt-Pixabay.de

 

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